Frechheit siegt

Markus Anders hat das Bordairrace am Schöckl gewonnen – mit einer Routenführung, der selbst die Locals Respekt zollen.

Eine Route abseits der anderen - und immer unterm Luftraumdeckel.
// Quelle: Bordairrace Livetracking Screenshot, bearbeitet
Vor knapp zehn Tagen erst war Markus Anders bravourös auf den dritten Platz des Hike-and-Fly-Rennens Ironfly geflogen und gelaufen. Für das Bordairrace am vergangenen Wochenende am Schöckl bei Graz hatte er sich vorgenommen, seine Füße zu schonen und lieber mehr zu fliegen als zu laufen.

Am Ende machte er das wahr und überraschte am zweiten Tag auf dem Rückweg auch die Locals mit einer ganz besonderen Abkürzung. Er flog dort, wo ganz selten geflogen wird: durch das Kleintal Richtung Schöckl. Auf dem Weg dorthin versperrt ein Luftraumdeckel auf 1520 Meter eigentlich jegliche Streckenambitionen. Kein Wunder, dass die gesamte Konkurrenz beim Bordairrace um diese Zone herumflog.

Markus allerdings gelang es mit ambitioniertem Tiefflug-Soaring die Waldhänge entlang bis an die Nordflanke des Schöckl zurückzukommen. Er stieg zum Gipfel hinauf und startete zu einem letzen Flug, der ihn ins Ziel in Kumberg brachte. Chapeau!

Die Tracks aller Piloten können weiterhin auf der hervorragenden Livetracking-Seite angesehen werden. Wer einen leistungsstarken Rechner hat, kann auch die Highres-Version nutzen, in der sogar jeder Thermikkreis erkennbar ist.


Share on Google Plus

1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Dieser mir bis anhin Markus Anders ist schon am Ironfly sehr stark geflogen, vor allem im Veltlin zwischen dem Comersee und dem zweiten Wendepunkt ist er effizienter geflogen als jeder andere Pilot und konnte Chrigel auf die Pelle rücken.
Wäre toll, wenn solche Talente künftig auch fürs X-Alps qualifiziert würden.