Nach Wasserlandung ertrunken

Ein deutscher Pilot verschätzte sich beim Küstensoaring im spanischen La Herradura bei der Landung und schaffte es nicht mehr an den Strand. Er kam in der Brandung ums Leben.

Pilot, Schirm und zwei Helfer in der Brandung von La Herradura.
// Quelle: ideal.es, Video-Screenshot
Es ist der zweite tödliche Unfall dieser Art innerhalb weniger Wochen. Erst Anfang April hatte es an der portugiesischen Praia do Meco drei Tote in der Brandung gegeben (s. Todesfalle Brandung).

In La Herradura landete der Pilot, laut spanischen Medienberichten ein 50-jähriger Deutscher, am östlichen Ende des Kiesstrands vor einigen Felsen im Wasser. Der Wellengang war stark, sodass der Pilot samt Schirm dort immer wieder gegen die Felsen getragen wurde.

Zwei spanische Taucher gingen in Neoprenanzügen ins Wasser, konnten ihm aber unter diesen Bedingungen nicht helfen. Es gelang ihnen allerdings, ein Seil am Gurtzeug zu befestigen. Mit mehr als 15 weiteren Helfern konnten sie den Verunfallten schließlich auf den Strand ziehen, wie ein Video der spanischen Nachrichtenseite Ideal.es zeigt. Es war allerdings zuvor schon klar, dass er ertrunken war. Die Bergung dauerte über 30 Minuten.

Der Vorfall zeigt einmal mehr, dass auch das angeblich einfache Küstensoaring im laminaren Wind nicht zu unterschätzende Risiken birgt. Eine Wasserlandung sollte unter allen Umständen vermieden werden. Besonders wenn das Meer aufgewühlt ist und eine starke Brandung entwickelt, sollte man zu seiner eigenen Sicherheit Flugmanöver über Wasser komplett vermeiden und seinen Landeanflug so planen, dass dieser möglichst im sicheren Abstand zur Wasserlinie verläuft und endet.

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1 Kommentare:

Raúl hat gesagt…

Könnte man verallgemeindernd sagen: Absolut alles ist besser als in bewegtem Wasser zu landen - also auch Bäume, Straßen, evtl. sogar Leitungen?