Die unfaire Faulheit

Es gibt Startplätze, die offiziell nur für Hike-and-Fly zugelassen sind. Dennoch nehmen sich Piloten die "Freiheit", Geländeordnungen zu missachten und nahebei zu parken. Warum?

Wie "clever" ist das denn? An einem Startplatz, an dem keine Autos
parken dürfen, stellen manche Piloten ihre Wagen halt in einer
gewissen Distanz ins Gelände. Es geht doch nichts über
die selbstgefällige Ausnahme einer Regel.
// Quelle: RML, bearbeitet
Machen wir aus der Frage doch ein kleines Quiz. Warum kommt es immer wieder vor, dass Piloten sich nicht an die Parkregelungen halten, die Vereine aus gutem Grund für ihre Gelände vorgeben?

Antworten: Die Piloten ...
a) sind zu faul
b) halten sich für besonders clever
c) scheren sich einen Dreck um irgendwelche Folgen für morgen, wenn sie doch zumindest heute noch in die Luft kommen.

Auflösung: Die Antworten a und b sind klar und scheinen noch als kleine menschliche Schwäche entschuldbar.  Leider folgt aus a+b automatisch auch die Antwort c. Und die sollte man sich immer wieder vor Augen halten, wenn man selbst kurz davor steht, der manchmal unbedachten, aber in solchen Fällen stets unfairen Faulheit nachzugeben.

Denn mal ehrlich: Wenn jemand für seine Fliegerei das Prinzip "verbrannte Erde" und Scherereien für andere billigend in Kauf nimmt, sollte der noch ein Recht auf Vol Libre in Vereinsgeländen behalten?

6 Kommentare:

Uwe hat gesagt…

Mein Facebook Post passt auch hier:
Leider der Zeitgeist und trifft nicht nur auf Gleitschirmflieger zu. Die Ich- Mentalität wird immer schlimmer.
Den „Konsumenten“ ist es egal. Viele davon ziehen einfach weiter. Als Vereinsverantwortlicher stimmt es einen zudem nachdenklich, dass der Egoismus nicht nur von „Fremden“ zelebriert wird, sondern mittlerweile sogar viele Mitglieder der Meinung sind mit Ihrem Mitgliedsbeitrag eine Art all-inkl-Gebühr entrichtet zu haben und es als Aufgabe der Vereinsführung sehen sie gefälligst in die Luft zu bringen.
FAIR in the AIR wird immer wichtiger.

Anonym hat gesagt…

Kam mir auch in den Sinn. Am schlimmsten sind die Clubmitglieder, die im Vorfeld ausrechnen wie oft sie im Jahr fliegen müssen dass sich der Clubbeitrag gegenüber der Tagesmitgliedschaft armortisiert. Kenn einen der nimmt sich bei der Clubfeier noch heimlich eine Flasche Wein nach Hause dann rechnet sich die Mitgliedschaft richtig :) Die Gastflieger sind oft gar nicht das Problem.

Tomy

Anonym hat gesagt…

Hallo Tomy!

Das sehe ich auch so mit den Clubmitgliedern.
Ich bezeichne das immer als "endemischen" Heim(at)vorteil!!!

Dieses schlechte Verhalten wird dann auch von Ortsunerfahrenen kopiert!

Die Schellte erhalten dann eher die Neulinge/Gastpiloten...

Maßnahmen? ... viele...

- Startverbote
- Anzeige über Autokennzeichen
- Rausschmiss aus Verein / Meldung an DHV
- bekannte Gleitschirm-Vagabunden/Streckenpiloten sehr genau im Auge behalten
- anonyme Bekanntgabe der oben genannten Maßnahmen an "Geschädigte" und Info darüber auf Internetseite

Bei den Maßnahmen sind alle Clubmitglieder gefordert...!

Mit freundlichem Gruß aus dem Mittelgebirge

Thomas

Anonym hat gesagt…

Hallo Thomas!

Bei uns im SauerlandAir wird das jetzt so gehandhabt.

Siehe www.sauerlandair.de

Oder direkt...

https://www.sauerlandair.de/nachrichten/793-gelaenderegeln-am-stueppel

Gruß

Martin

Klaus hat gesagt…


Piloten direkt ansprechen, Verständnis schaffen, Konflikte persönlich aus dem Weg räumen!!

Einen Blog-Eintrag für das Thema reinzustellen der nur die Meinung verstärkt, dass die Welt zu Grunde geht und alle Menschen immer schlechter werden, ergibt eigentlich keinen Sinn.

Anonym hat gesagt…

Ich stimme Klaus zu. Der Artikel wirkt hier einfach nur sehr frustriert.

Bin auch dafür die Dinge mal menschlich anzugehen und nicht ständig ein Regel-Denken bei allen Mitmenschen vorauszusetzen.

98% der Menschen sind nicht mit bösen Absichten unterwegs. Die Autos sind m.E. an dieser Stelle auch kein Hindernis.