Oudie zeigt Meteo

Der Vario-Hersteller Naviter bietet einen neuen Service: Auf Oudie-Geräte lassen sich jetzt aktuelle Flugwetterprognosen laden und im Flug als Karten-Overlay darstellen.

Das Oudie von Naviter kann jetzt auch Meteo-Overlays darstellen.
// Quelle: Naviter
Im Flugplanungstool Seeyou-Cloud von Naviter lassen sich schon seit einigen Monaten Wetterdaten der kostenpflichtigen Anbieter Top Meteo und Skysight einbinden (wenn man diese Dienst abonniert hat). Als Overlay über den Karten dargestellt, lassen sich Flüge somit auf Basis der Meteo-Prognosen besser planen.

Jetzt ist Naviter noch einen Schritt weiter gegangen. Die jeweils aktuellen Wetterkarten eines Tages lassen sich auch auf das GPS-Vario Oudie hochladen, um dann im Flug darauf zurückgreifen zu können. Als darstellbare Variablen gibt es den Wind (Top Meteo oder Skysight) sowie Konvergenzzonen, XC-Geschwindigkeit und Wellenprognose (nur Skysight).

Interessant dürfte ein solches Angebot vor allem für Segelflieger sein, die sich bei großen Streckenflügen in den Alpen stark an Konvergenz- und Wellenprognosen orientieren. Ob die viel kleinräumiger vorausschauenden Gleitschirmpiloten von solchen Meteo-Overlays im Vario profitieren, bleibt abzuwarten. Zumal bislang die Daten auch nur im Vorfeld eines Flugtages zu Hause am PC auf das Oudie geladen werden können. Updates im Flug, etwa über aufziehende Regengebiete, sind nicht möglich.

Allerdings lässt diese Entwicklung schon aufscheinen, was die Zukunft noch bringen könnte. Wenn in einigen Jahren schnelle 5G-Datennetze aufgebaut sind, wird es vielleicht völlig normal sein während eines Fluges im "smarten" Vario ständig aktualisierte Wetterinfos oder aus Livetracking-Analysen generierte Steigwert-Karten zu empfangen, um noch effizienter auf Strecke zu gehen.

Ob das Fliegen mit solcher Technik dann allerdings mehr Spaß macht als ohne, ist eine Sache, die jeder Pilot wird für sich selbst entscheiden müssen.

1 Kommentare:

Sebastian hat gesagt…

Man braucht eigentlich kein 5G, um aggregierte Steigwerte oder ähnliches abzurufen, das wären winzige Datenmengen, für die 2G oder 3G ausreicht. Es müsste lediglich jemand implementieren und bereitstellen.