Pioupiou ist auferstanden

Das französische Windmessnetzwerk Pioupiou war wegen Konkurs des Betreibers offline. Jetzt sind die Stationswerte auf der neuen Website OpenWindMap wieder abrufbar.

Pioupiou ist tot. Lang lebe Pioupiou.
// Quelle: OpenWindMap.org
Im Sommer hatte Altostratus, Anbieter der autonomen Windmessstationen Pioupiou, Konkurs angemeldet (siehe: Pioupiou geht die Puste aus). Wenig später trat das ein, was viele Lokal-, aber auch Gast-Piloten in Frankreich befürchtet hatten: Die an vielen französischen Startplätzen installierten Pioupiou-Stationen gingen offline, da der Vertrag mit dem zugehörigen Datenfunknetzbetreiber Sigfox ausgelaufen war.

Mittlerweile sind die Pioupious bzw. ihre aktuellen Messwerte wieder im Internet zu finden. Nicolas Baldeck, der Kopf hinter der Flugwetter-Website Meteo-Parapente, sammelte über die Spendenplattform Leetchi rund 4000 Euro. Mit dem Geld machte er über seine eigene Organisation OpenMeteoData neue Verträge mit Sigfox und richtete entsprechende Server ein. Die Windmessdaten werden jetzt auf der neuen Website OpenWindMap dargestellt und sind auch wieder auf anderen Meteo-Websites wie z.B. Winds.mobi abrufbar.

Dass sich Nicolas Baldeck für den Erhalt der Pioupious so einsetzt, hat einen leicht verständlichen Grund: Nicolas  ist gewissermaßen der Vater dieser Windmessstationen. Er hatte die Technik einst entwickelt, später das Projekt aber gemeinsam mit einem belgischen Startup-Finanzierer in das Unternehmen Altostratus überführt. Ein Streit über die Unternehmensführung führte Ende 2018 zur Trennung. Nach dem Aus für Altostratus kündigte Nicolas bald an, einen Weg finden zu wollen, um wenigstens das bestehende Windmessnetzwerk in Betrieb zu halten.

Mit den 4000 Euro an Spenden ist das erst einmal für ein Jahr gesichert. Wie es mit Pioupiou langfristig weitergeht, bleibt unklar.