Fliegen in Zeiten von Corona (5)

In der Schweiz gilt (noch?) kein Flugverbot, aber es gibt die offizielle Empfehlung zu Hause zu bleiben. Nicht jeder hält sich daran. Im Gegenteil.


Dies ist keine Wertung und keine Kritik, sondern nur eine Beobachtung: So sah es im Livetracking via Fanet-Bodenstationen auf der Burnair-Skynet-Map am heutigen 19.3. gegen 12.45 Uhr aus. Für einen Tag unter der Woche verzeichnete Burnair nach eigenen Angaben eine ungewöhnlich hohe Server-Last. Die Dringlichkeit der Empfehlung, besser zu Hause zu bleiben und nicht mehr fliegen zu gehen, ist bei vielen Piloten noch nicht angekommen. // Quelle: Burnair, Screenshot

4 Kommentare:

Ändu Richard hat gesagt…

Naja, die Aufforderung kam heute raus, wenn ich schon am Startplatz gewesen wäre, wär ich heute auch noch geflogen.
Das H&F heute Abend ist abgesagt und bis auf weiteres werde ich nicht mehr fliegen. Aber jeder muss dies für sich selbst entscheiden, denn aktuell sind Flüge in der Schweiz legal. Es gab Momente im Leben, wo Fliegen das Einzige war, was mich bei Verstand hielt. Wäre ich aktuell in dieser Lebenslage wäre ich auch in der Luft.

Allen die Fliegen, geniesst es und Happy Landing!

Ändu

Matthias Wehrle hat gesagt…

Aktuelle Zahlen aus Wuhan: Sterberate liegt im Epizentrum bei 1,4%. Jetzt darf jeder selbst recherchieren, ob das viel oder wenig ist und ob dadurch die Maßnahmen, die aktuell vollzogen werden angemessen sind.

Hat man traumatische Erfahrungen erlebt (wie z.B. diese mediale traumatische Erfahrung), dann wird es ganz schwer, dieses Trauma zu leugnen. Eher verteidigt man es. Wird man mit gegenteiligen Fakten konfrontiert führt das zu kognitiven Dissonanzen. Das ist wirklich schwer zu überwinden. Das hat mit Selbstschutz zu tun.

Marcel hat gesagt…

Hallo Matthias

Darf ich dich fragen, inwiefern aus deiner Sicht die Sterberate in Kontext der getroffenen Massnahmen eine direkte Rolle spielt? Ok, die sehr rigorosen Massnahmen in Wuhan haben sehrwahrscheinlich die Sterberate tiefer gehalten. Aber bei den aktuellen Einschränkungen geht es doch primär darum, die Erkrankungsinzidenz abzuflachen, und damit die Sicherstellung der med. Versorgung für diejenigen, die sie evtl. benötigen werden, zu gewährleisten. Oder habe ich da was falsch verstanden?
lg, marcel

Matthias Wehrle hat gesagt…

Hi Marcel (Schleusner, nehme ich an - dann kenne wir uns ja aus Kenia und Kolumbien),

die Sterberate ist extrem wichtig im Kontext der getroffenen Maßnahmen. Aktuell gibt das RKI die Sterblichkeitsrate für Deutschland mit 0,3% an, diese wird auch noch weiter fallen, da die Dunkelziffer einfach unglaublich hoch ist. Das sage nicht nur ich, das sagt sogar der gute Herr Lesch, der anfangs Panik verbreitet hat und jetzt auf einmal stark zurück rudert:
https://www.youtube.com/watch?v=X9RKReLDjbM

Das bedeutet nun, dass man bei einer Mortalitätsrate, die am Ende wohl unter der von der Grippe 2017/18 liegt Freiheitseinschränkungen von bisher ungeahntem Ausmaß vollführt. Und viele Menschen haben die Apokalypse regelrecht gefeiert, statt kritisch zu sein. DAS hat mir mehr Angst gemacht. Die Meinungskorridore wurden immer enger und wer davon abweicht wird (noch) als Verschwörungstheoretiker bezeichnet. Oder man würde in einer Filterblase leben. Dabei kann ICH von mir behaupten, dass ich mich in beiden "Blasen" frei bewegen kann. MEIN Geist ist offen für anderen Sachen und kann aus beiden Blasen Meinungen gut oder schlecht finden. Gerade jetzt zeigt sich, wer nämlich tatsächlich in nur einer einzigen Blase lebt und die andere nicht mal mit Spitzenfinger anfassen will.

Selbst ein Herr Döpfner vom Springer Verlag hat einen hinterfragenden Artikel herausgegeben. Und von Springer kann man ja halten was man will. Aber ganz so doof scheint der Döpfner auch nicht zu sein.
https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus206754791/Corona-Krise-Ich-habe-Zweifel.html

Dann noch ein ganz banaler Sachverhalt. In den letzten Jahren und Jahrzehnten war unsere Regierung immer bekannt dafür, dass man die Fahne für die Wirtschaft hoch hält. Flaschen sammelnde Rentner, Obdachlose und ein krankes Gesundheitssystem (vor allem durch Privatisierung) hat gezeigt, dass die Regierenden nicht viel für alte und schwache Mitglieder in unserer Gesellschaft übrig haben. JETZT aber wird in Kauf genommen, dass unsere Gesellschaft komplett aus den Fugen gerät, um ein paar sehr alte und stark vorerkrankte Menschen zur retten? Es tut mir leid für jeden Menschen, der zu früh sterben muss. Aber in Freiburg sind zwei an Corona gestorben, beide über 90 Jahre. Traurig, aber erwartbar.

Diese Tatsache lässt MICH mit einem gesunden Menschenverstand dazu kommen, dass an der Sache was nicht stimmt. Wer das leugnet, tja... man darf auch gern im Panikmodus bleiben. Aber Angst war noch nie ein guter Ratgeber.

Wir werden sehen, wie sich in den nächsten Wochen und Monaten einige Reiche die Taschen noch voller stopfen und wir kleinen Leute dafür unseren Allerwertesten hinhalten. Viele Existenzen werden zerstört werden, wenn wir mit dem shutdown fortfahren. In Deutschland haben wir dann das Potenzial, dass die Selbstmorde zahlenmäßig die Corona-Toten übersteigen. Hoffen wir es nicht.