Stubai Cup trotzt Corona

Trotz reger Diskussionen rund um das Corona-Virus findet der Stubai Cup wie geplant statt. Tirol gilt nicht als Risikogebiet. Die Veranstalter geben aber Verhaltensempfehlungen.

Nein, es besteht keine Mundschutzpflicht beim Stubai Cup. 
Vor dem Stubai Cup (6.-8. März) in Neustift haben die Veranstalter aktuelle Hinweise zum Umgang mit dem Thema Corona-Virus auf die Website gestellt. Darin wird zum einen betont: "Tirol ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht als Risikogebiet eingestuft und es gibt derzeit weder Reisebeschränkungen noch eine Reisewarnung. Daher spricht momentan nichts gegen einen Aufenthalt in Tirol."

Zum anderen werden aber auch Verhaltensempfehlungen und Maßnahmen zur Senkung eines möglichen Infektionsrisikos vorgestellt (pdf). Dazu gehört unter anderem der Ausschluss von Personen als Teilnehmer, wenn sie zuvor nachweislich Kontakt zu Covid-19-Erkrankten hatten; oder wenn sie sich in den vergangenen 14 Tagen in ausgewiesenen Risiko-Gebieten aufgehalten haben. Als Risikogebiete sind aktuell genannt: China, Hongkong, Singapur, Japan, Iran, Südkorea, Italien (Lombardei, Venetien, Emilia-Romagna, Piemont). Auf wen solches zutrifft, der ist offiziell "ausgeladen".

Fast wie zum Trotz der allgemeinen Corona-Risiko-Diskussionen steht der Stubai Cup im Vorfeld in puncto Aussteller sehr gesund da: 33 Anbieter, darunter nicht nur Gleitschirmmarken, sondern auch diverse Hersteller von Fluginstrumenten, sind angemeldet.

Einige davon werden den Stubai-Cup nutzen, um neue Modelle erstmals einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen. Beispiele hierfür sind (ohne Gewähr auf Vollständigkeit):

  • Airdesign: der sehr leichte High-B Soar (Leichtversion des Rise 4)
  • Icaro: Mid-B Gravis 2
  • Niviuk: EN-B Ikuma 2 und EN-D Peak 5
  • Nova: High-A Aonic und der neue Mid-B Ion 6
  • Phi: EN-A Fantasia und EN-C Allegro
  • Sky: EN-B Apollo 2 light
  • Skyman: Miniwing Blizzard
  • Skywalk: EN-A Mescal 6 mit "Agility System" (adaptiver Bremsgeometrie)
  • Supair: der leichte C-Schirm Savage
  • Swing: High-A/Low-B Miura RS
  • Triple Seven: High-B Rook 3
  • UP: High-A Dena
  • XC Tracer: das Fluginstrument XC Tracer Maxx



12 Kommentare:

Stefan Lanz hat gesagt…

Venetien allgemein ist kein Risikogebiet. Nurdie Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien ist Risikogebiet.

Lucian Haas hat gesagt…

Stefan. Laut RKI ist nur Vo in Venetien offiziell Risikogebiet. Aber in den Veranstaltungsunterlagen zum Stubai Cup wird da nicht differenziert. Da sind Venetien und auch Piemont genannt... was man so lesen kann wie: wenn ihr aus Norditalien kommt, dann bleibt lieber fern des Cups.

Stefan Lanz hat gesagt…

Lucian.OK verstehe. Das bleibt natürlich dem Veranstalter überlassen, wie er das auslegt.
Ich finde es aber nicht richtig, wenn offizielle Stellen wie das Robert Koch Institut konkrete Risikogebiete ausweisen, aber verschiedene Veranstalter oder auch Firmen nach eigenem Ermessen bewusst oder auch unbewusst diese Risikogebiete ausweiten. Es ist doch schade (Gerade für den Stubai Cup), wenn Piloten, die zum Beispiel in Bassano waren nun nicht teilnehmen können, obwohl das kein Risikogebiet ist.

Unknown hat gesagt…

Ich frage mich wie weit der Veranstalter für das Kontrolling ob Besucher sich in Risikogebieten aufgehalten haben, verantwortlich ist? Und wie sollte so eine Kontrolle aussehen?

Anonym hat gesagt…

Seit gestern gem. RKI Südtirol als Risikogebiet benannt. Bin ebensfalls sehr gespannt wie dies geregelt wird.
Franz

Anonym hat gesagt…

4. Für ganz Italien inkl. Südtirol (bis 3. April):

Sämtliche Sportveranstaltungen sind abgesagt.
Veranstaltungen, Versammlungen öffentlich oder privat, unter anderem Konzerte, Kinos, Diskotheken, Theater, Museen, weitere Kulturstätten sowie religiöse Versammlungen wie Gottesdienste aber auch die Öffnung kommerzieller Betriebe (z.B. Restaurants und Geschäfte) sind nur dann erlaubt, wenn ein Mindestabstand zwischen den Besuchenden von einem Meter garantiert werden kann.
Sportveranstaltungen, öffentlich wie privat, sind ausgesetzt, Ausnahme Training in geschlossenen Räumen bei Einhaltung eines Mindestabstands von einem Meter zwischen den Personen.
Auszug v. Bundesministerium A

Anonym hat gesagt…

Vernünftige Veranstalter sagen ab 😉 https://www.tt.com/artikel/16716404/corona-angst-in-tirol-fruehjahrsmesse-verschoben-aus-fuer-konzerte

Anonym hat gesagt…

Werden Großveranstaltungen wie Defender 2020 auch abgesagt?

Thomas hat gesagt…

Südtirol ist laut RKI jetzt auch Risikogebiet. Grauenhaft angesichts der Heerscharen von Piloten, die in den letzten beiden Wochen in Bassano waren...

Thomas

Anonym hat gesagt…

@Thomas Ich kann deinem Kommentar nicht so ganz folgen! Besteht eine Ansteckungsgefahr, wenn man durch Südtirol fährt! Eher nicht. Ich persönlich würde jetzt eher nach Bassano fahren als nach Südtirol. Bei Bassano hätte ich auch keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu fürchten, da kein Risikogebiet. Bisher gabs scheinbar auch noch keinen Fall in Bassano.

Erich

Fini hat gesagt…

den virus nach südtirol importiert haben unsere deutschen freunde bei der biathlon-wm. infizierte gibts weniger als in bayern. daher kommen wir auf jeden fall zum stubaicup. zum glück sind wir südtiroler nicht von menschen angrenzender regionen zu unterscheiden. wenn wir uns mühe geben, bekommen wir sogar ein sauberes hochdeutsch hin.

Marcel hat gesagt…

>Bassano hätte ich auch keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu fürchten, >da kein Risikogebiet.

Wenn ich es richtig mitbekommen habe, ist seit heute morgen 8. März jetzt auch die ganze Provinz Treviso zum Riskigebiet erklärt worden. Da liegt Borso del Grappa wohl drin.