Felssturz als Flugrisiko

Das nahe Fliegen am Fels gilt als riskant, weil man bei einer Störung am Schirm schnell einmal in Richtung Fels drehen kann. Doch es gibt noch eine weitere Gefahr: Steinschlag. 

Ein großer Felststurz aus der Luft.
// Quelle: R. Bourdelle, Youtube, Screenshot

Der Franzose Remi Bourdelle hat auf Youtube ein Video veröffentlicht, das einen großen Felssturz am Coulour du Gypaète nordöstlich von Annecy zeigt.

Er erlebte all das live im Flug. Kurz zuvor war er selbst an der gleichen Stelle nah am Fels in der Luft gewesen und hatte ein paar kleinere Steine fallen sehen. Sekunden später löste sich weiter oben ein großer Felsblock und stürzte als Steinlawine zu Tal.

Das Beispiel illustriert ein Risiko, dem sich wohl die wenigsten Gleitschirmflieger bewusst sein dürften: Beim Fliegen nah an Felswänden sollte man nicht nur mögliche Klapper fürchten, sondern eben auch das, was unverhofft von oben auf einen herabfallen könnte.

Es muss ja auch nicht gleich ein so eindrucksvoller großer Felssturz sein wie in diesem Beispiel. Schon einzelne Steine, die einem auf die Kappe prasseln und diese möglicherweise sogar durchschlagen, sollte man zu Recht als bedrohlich wahrnehmen. 

Das Risiko, genau dort zu fliegen, wo gerade Steine fallen, dürfte zwar eher klein sein. Aber auszuschließen ist es nicht.

Remis Video des Felssturzes ist auf Youtube zu sehen.



1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

.... oder eine Lawine von weiter oben die in die Steilwand abging, selber erlebt im Lauterbrunner Tal (Ost Seite also west Ausrichtung), 10 min vorher flog an der Stelle noch jemand.

Andreas Cüpper
Köln