Stufenschleppklinke Up2Fly light +++ Paraglidingspots +++ Nova Nivo +++ Vereinbarung DHV / ÖAeC +++ Videotipp: Metamorphoses in Flight

Stufenschleppklinke Up2Fly Light // Quelle: Parafly24

+++ Frank Letmathe von Parafly24 hat eine besonders leichte softe Stufenschleppklinke entwickelt. Sie basiert auf dem Modell Up2Fly und wiegt nun unter 100 Gramm. Die Up2Fly Light ist LTF-mustergeprüft und sowohl für den normalen einstufigen Gleitschirmschlepp als auch für den Stufenschlepp (jeweils solo) zugelassen. Die Klinke ist so konstruiert, dass sie beim Normalschlepp ab einem Winkel von ca. 45 Grad zur Schleppachse auslöst. Als Sicherheitsfeature kann das helfen, wenn vergessen wird auszuklinken oder unsauber auf die Winde zugeflogen wird. Beim Wegfliegen von der Winde im Stufenschlepp liegt die Auslösekraft bei rund 35 kg. Die reine Klinke kostet 139 Euro, für die Befestigung am Gurtzeug sind zusätzlich  Expressschlaufen oder Klinkenadapter nötig. +++

+++ Karsten Ehlers hat der von ihm seit vielen Jahren gepflegten Startplatzdatenbank Paraglidingspots ein großes Update für Deutschland spendiert. In intensiver Recherchearbeit hat er die Position und aktuelle Nutzungsmöglichkeit vieler Startplätze, die in der DHV-Datenbank aufgeführt werden oder aus XC-Flugmeldungen erkennbar sind, überprüft. Etliche der Gelände sind nun als nicht mehr nutzbar, nicht mehr zugelassen oder gesperrt markiert, aber es sind auch einige neue hinzugekommen. Zu allen aufgeführten Orten liefert Paraglidingspots nach eigenen Angaben die korrekten Koordinaten, Links zu Flügen, ein Rating sowie aktuelle Beschreibungen samt passender Bildern und Videos. Paraglidingspots gibt es wahlweise als Download im kmz-Format zur Darstellung in Google Earth Pro, oder zur Ansicht und Filterung in einer Online-Version. +++ 

Nivo mit Winglets // Nova

+++ Nova hat einen neuen EN-A Schirm präsentiert. Der Nivo ist zwischen der Prion- und Aonic-Serie angesiedelt und soll ein agiler Schulschirm sein, der sogar für den Einstieg ins Freestyle-Training taugt. Der Nivo hat 40 Zellen und eine Streckung von 4,9. Eine stärkere Krümmung soll für ein ausgewogenes Kurvenhandling sorgen, wobei Nova erstmals auch Winglets am Obersegel einsetzt, um trotzdem eine gute Rolldämpfung und kontrolliertes Spiralverhalten zu erreichen. Den Schirm gibt es in sechs Größen für einen Gesamtgewichtsbereich von 54 bis 130 kg. Mit Skytex 38 und 40 als Tuchmaterial in Ober- und Untersegel ist der Nivo auf Langlebigkeit ausgelegt. +++ 

+++ Der DHV und der ÖAeC haben eine vorläufige Vereinbarung getroffen, wie künftig mit der gegenseitigen Anerkennung von Lizenzen verfahren werden soll. Vorausgegangen waren Verstimmungen auf österreichischer Seite, nachdem Deutschland eine seit 1996 bestehende Vereinbarung aufgekündigt hatte, die bis dahin eine Ausbildung in Österreich mit einem deutschen Paragleiter-Schein gleichstellte (s. auf Lu-Glidz: Der große Clash und Die Zeichen stehen auf Deeskalation). Gemäß der neuen Vereinbarung bleibt es nun dabei, dass Pilotinnen und Piloten mit deutschem Wohnsitz ihre in Österreich ausgestellten Scheine nur dann in eine deutsche Lizenz umschreiben können, wenn sie eine Prüfung in Theorie und Praxis nach DHV-Reglement ablegen. Darüber hinaus wurde aber vereinbart (s. Meldung auf der DHV-Website):

  • Berechtigungen als Fluglehrer werden von beiden Beauftragten in die jeweils nationale Berechtigung ohne weitere Auflagen umgeschrieben.
  • Die Ausbildung von Piloten in Deutschland und Österreich wird stärker angeglichen. Dafür werden regelmäßige Konsultationen von Experten der beiden Verbände stattfinden.
  • Die gemeinsame Fluglehrerausbildung mit Prüfung durch eine bilaterale Prüfungskommission wird fortgeführt.
  • Die Zusammenarbeit der Flugsicherheits-Experten beider Verbände soll weiter ausgebaut werden.

Diese vorläufige Vereinbarung soll bis Anfang nächsten Jahres in eine dauerhafte überführt werden. +++

+++ Videotipp: Wer die Gleitschirmfliegerei nicht nur als Actionsport, sondern als tief die Seele berührende Lebenswelt gespiegelt bekommen möchte, dem sei ein dokumentarischer Film von Alois Rettenbacher empfohlen: Metamorphoses in Flight. Alois zeigt darin eine Reihe sehr persönlicher Interviews/Gespräche (auf Englisch), die er v.a. während eines Aufenthalts in Rio de Janeiro aufgenommen hat. Es geht um Angst und Transformation, Gemeinschaft und geteilte Existenz, Liebe und Lebenssinn, Spiritualität und den Flug als Bild für das Leben. Zugleich gibt der Film interessante Einblicke in die brasilianische Fliegerkultur, die mehr auf gelebte Gemeinschaft als auf Individualismus setzt. Mit mehr als zwei Stunden Länge ist der Film kein schneller Konsumhappen, aber ein tief berührender Gedankenanstoß. +++