Paratech macht endgültig schlapp

Die traditionsreiche Gleitschirmmarke Paratech hat im April Konkurs angemeldet. Am 24. Juni werden die materiellen Überreste des Betriebes in Wasserauen versteigert.

Ein Schirm aus den erfolgreichen Zeiten von Paratech.
// Quelle: hpgf.org
Was ist eigentlich mit Paratech? Diese Frage kam in Szenekreisen in den vergangenen Jahren immer wieder auf, wenn das Gespräch um bekannte und vergangene Gleitschirmmarken kreiste.

Paratech, einst zu Beginn des Gleitschirmbooms 1988 in der Schweiz gegründet und damals sogar erfolgreich im Wettkampfzirkus vertreten, lag seit Jahren auf dem Sterbebett. Auch wenn die beiden verbliebenen Geschäftsführer Wolfgang Lang und Thomas Maurer 2012 mit neuer Homepage und neuem Markenmotto "Peace of Mind" den Eindruck erweckten, als könne doch noch eine Auferstehung folgen (siehe: Lebenzeichen von Paratech). Doch das Aufbäumen war nur kurz. Nach dem Verlust wichtiger Mitarbeiter (u.a. durch Unfalltod) fehlte der Antrieb, um "Peace of Mind" tatsächlich mit neuem Leben zu füllen.

Jetzt heißt es für Paratech: "Rest in Peace". Im April hat die Firma den Konkurs eingeleitet. Und im Zuge dessen soll nun am Samstag, 24. Juni der Schlussstrich gezogen werden. Dann wird das Konkursamt Appenzell ab 10 Uhr im Gasthaus Alpenrose im schweizerischen Wasserauen die verbliebenen materiellen Güter der Firma versteigern, darunter: neue und gebrauchte flugfähige Gleitschirme, gebrauchte Gurtzeuge, Notschirme, flugunfähige Schirme, Bastelmaterial, Stoff, Leinen, Beschläge etc. Wer erfolgreich mitsteigern will, muss vor Ort in bar bezahlen.

Die Domain Paratech.ch steht übrigens weiterhin im Netz, wenn auch von einem anderen Gleitschirmpiloten, Max Ruchti, als Blog betrieben. Der schrieb in seinem ersten Post: "Für immer Paratech! Als begeisterter Gleitschirmflieger möchte ich Paratech für ihr jahrelanges Engagement danken. Meinen Dank drücke ich damit aus, dass ich diese Domain weiter fliegen lasse…"

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1 Kommentare:

Dalek Sander hat gesagt…

R.I.P. Paratech… Schade! Und danke! Meine A-Schein-Ausbildung und die ersten 100 Flüge habe ich hauptsächlich unter meinem treuen guten P12 M-S verbracht. Dank Paratech kam ich bekennender Hektiker überhaupt dazu, den Schein zu machen. Der P12 konnte mir schon ganz deutlich mitteilen, was ich alles unterwegs falsch mache, ohne den Piloten dafür gleich körperlich zu züchtigen. Schön waren/sind die Schirme auch noch, zeitlos und ihrer Zeit weit voraus. Eigentlich wollte ich meinen gar nicht erst verkaufen… es kam anders, justament in dem vergangenen Frühling ging er in gute Hände. Peace of Mind 4ever!