Teneriffa investiert in Gleitschirmfliegerei

Die Tourismusbehörde von Teneriffa hat Gleitschirmflieger als wichtiges Klientel erkannt und investiert in den Ausbau der Startplätze. 

Der Startplatz von Güimar in seiner künftigen Form (Fotomontage).
// Quelle: Ojovolador.com
Den Anfang macht der Startplatz von Güímar. Dieser soll gesichert, planiert und hergerichtet werden, so dass dort besser gestartet werden kann. Dafür wird dort eine 150 Meter lange Rampe aufgeschüttet, die sich deutlich von der Zufahrtstraße abhebt. Die Rampe teilt sich in Vorbereitungs- und einen Startbereich auf. Dieser soll mit einem stoßdämpfenden und rutschfesten Belag ausgestattet werden. Für die Arbeiten sind 107.000 Euro an Investitionen vorgesehen. Der Umbau soll in vier Monaten abgeschlossen sein. Bis dahin bleibt der Startplatz offiziell gesperrt und darf nicht genutzt werden. Laut Plänen der Behörde sollen in Zukunft noch weitere Startplätze auf Teneriffa verschönert werden.

Probleme in Santa Pola
Nicht überall in Spanien sind die Gleitschirmflieger allerdings so willkommen. Am beliebten Küstenstartplatz von Santa Pola bei Alicante ist geplant, eine Begrenzungsmauer zu errichten. Sie wird einen großten Teil des bestehenden Startplatzes abriegeln. Das Starten sollte dort auf kleinerer Fläche zwar noch weiterhin möglich sein, doch die einfache und regelmäßig genutzte Toplandemöglichkeit würde extrem eingeschränkt. Der Grund für den Mauerbau liegt offenbar darin, dass sich die Bewohner der direkt angrenzenden Siedlung immer wieder über rücksichtslose Piloten beschweren, die dicht über ihre Grundstücke fliegen und auch abgesperrte Wege durch die Siedlung nehmen, um zum Startplatz zu gelangen, obwohl es einen offiziellen Zuweg abseits der Häuser gibt.



Share on Google Plus

3 Kommentare:

Marcel hat gesagt…

Apropos Santa Pola:

Ich war vor 6-7 Jahren zwei mal da und die Probleme mit den bzw. bestimmten Anwohnern gab es damals schon genau so. Hintergrund war, daß als die Urbanizacion gebaut wurde, der Startplatz schon lange vorher da war und den Gleitschirmfliegern auch der Erhalt des Startplatzes fest zugesagt wurde von der Gemeinde. Das war zwar eine bindende Auflage, aber wirklich akzeptiert wurde die nie.

Und seit die Siedlung steht, wird versucht die Flieger wegzuekeln, weil die einfach ihre Ruhe haben und gar keinen Startplatz da haben wollen. Damals war die Masche, den Startplatz demonstrativ als Hundeklo zu verwenden (die Guides haben Einkaufstütenweise die Scheiße wegräumen müssen). Das war schon sehr deutlich!
Danach haben sie das Tor zu Zugangsstarße abgesperrt entgegen behördlicher Anordnung, obwohl es damals noch keinen anderen Zugang zum Startplatz gab. Gab sogar nen Rechtsstreit darüber, den die "Urbanization" verloren hat - was letztendlich jedoch nix gebracht hat u.s.w.

Man kann natürlich nie ausschließen, daß sich auch mal ein Pilot daneben benommen hat, aber damals ging das zu 99% von jenen Anwohnern aus, die einfach den Startplatz weg haben wollten. Ich vermute stark, daß das heute nicht anders ist und die Flieger wohl schlicht auf lange Sicht da vertrieben werden (sollen) - und das unabhängig von allen anderen Aspekten.

Wo hattest Du Deine Infos her, Lucian? Meine stammen von den Guides und lokal ansässigen Piloten. Die weitere Entwicklung hab ich danach allerdings nicht mehr verfolgt. Aber überraschen tut mich da leider nix.

Lucian Haas hat gesagt…

@Marcel: Quelle ist unter anderem Ojovolador http://ojovolador.com/2017/09/22/construccion-muro-amenaza-parapente-santa-pola-espana

Marcel hat gesagt…

@Lucian:

Danke, der Link ist sehr interessant, weil es auch ein Foto zeigt. Durch die Mauer fehlt dann ca. die Hälfte des Startplatzes. Startbar ist das noch, aber es wird eng und für die weniger erfahrenen Piloten - die da zum Soaring natürlich auch hin gehen - wird es deutlich gefährlicher. Wenn der Wind mal leicht von links kommt, wird es generell problematisch.

Ansonsten hab ich mit die Seite mit google-translate angeschaut - immer etwas schwierig, dann Untertöne heraus zu hören. "According to some neighbors, " steht da aber vermutlich nicht umsonst 2x sehr deutlich vor den den Aussagen der Nachbarn.

Ich lese das in erster Linie als Hilfsaufruf um die Gleitschirmflieger zu unterstützen:
"Given the lack of information we believe that the only thing that can be done is to ask the City Council what is happening and what measures can be taken to avoid the death of this area of ​​flight. Write them to ask them to support paragliding in Santa Pola: https://www.facebook.com/AjuntamentSantaPola/"