Ein teuflischer Start

Ein schon eingehängter Pilot wird am Startplatz von Manila von einem Dust Devil erfasst und mitsamt Schirm in die Höhe gerissen. Das Manöver ist spektakulär, der Ausgang glimpflich.

Ein vom Dust Devil "gestarteter" Gleitschirm
fliegt rückwärts. // Quelle: Facebook
Dust Devils am Startplatz gehören zu den gefährlichsten meteorologischen Vorkommnissen. Wenn so ein thermisch erzeugter Wirbelwind einmal einen Schirm gepackt hat, ist dieser so gut wie nicht mehr zu kontrollieren. Man ist den Kräften der Natur ausgeliefert.

Ein Facebook-Video aus Australien zeigt, wie so etwas in der Praxis aussehen kann. Ein Pilot, der schon eingehängt am Startplatz von Manilla steht, wird von seinem Schirm rückwärts drehend in die Höhe gerissen. Freundlicherweise lässt der Staubteufel alsbald von ihm ab, der aus dem Wirbel geschleuderte Schirm geht in den Normalflug über, und der Pilot kann das Steuer wieder übernehmen.

Wie der folgende Flug letztendlich ausging, ist nicht überliefert. [Nachtrag: ist im XContest nachzuschauen. Es war ein Flug von Rick Brezina.]

Wer etwas mehr zur Entstehung von Dust Devils erfahren will, kann diesen Lu-Glidz-Post aus dem vergangenen Sommer nachlesen: Meteowissen - Dust Devil.

Das Video des "teuflischen" Starts ist auf Facebook zu sehen:




5 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Der Flug ging so aus: https://www.xcontest.org/world/en/flights/detail:tombijin/2.01.2019/00:46

Lucian Haas hat gesagt…

Danke für den Hinweis, ich habe es auch im Text ergänzt.

Anonym hat gesagt…

Lucian,
ich bin nicht sicher ob die Aussage "der aus dem Wirbel geschleuderte Schirm geht in den Normalflug über, und der Pilot kann das Steuer wieder übernehmen" so stimmt. Der Pilot schreibt selbst im XContest er habe den Schirm die ganze Zeit über gesteuert: "For the record, I was flying the glider the whole time, trying to keep it over my head;" Aerodynamisch gesehen flog der Schirm ja tatsächlich die ganze Zeit über "normal". Aber zugegeben, ein ungewöhnlicher Normalflug war das schon.
Danke für den Beitrag und die Hintergrundinfos!

Lucian Haas hat gesagt…

"I was flying the glider the whole time, trying to keep it over my head". Diese Aussage des Piloten Rick Brezina sollte man nicht zu wörtlich nehmen. Denn zu Beginn des Fluges ist die Kappe weder "over his head" nach in einem normalen Flugzustand, den der Pilot bewusst kontrollieren könnte. Immerhin lässt er die Kappe aber fliegen und zeigt zu einem entscheidenden Zeitpunkt die richtige Reaktion: Als der Schirm aus der Sat-artigen Drehung in den Normalflug übergeht, fängt er das starke Vorschießen gekonnt ab. Gut gemacht!

David hat gesagt…

Da hat wohl die AutoKorrektur Manila (Philippinen) und Manilla (Australien) verwechselt...