Rauchbombenpflicht in den Dolomiten

Wer  in den Dolomiten fliegen will, der sollte nicht nur ein Funkgerät, sondern auch eine rote Rauchpatrone als Signalgeber für Notfälle mitführen.

Rote Rauchpatronen sind jetzt ein must-have für Dolomitenflüge.
// Quelle: yaoota.com
Im vergangenen Jahr hatte der italienische Gleitschirmverband FIVL die Regel ausgeben, dass man bei Flügen in den Dolomiten ein Funkgerät mitführen müsse, um damit ständig auf der Notfrequenz PMR 8 Unterkanal 16 hörbereit zu sein (Lu-Glidz berichtete).

Aus der Funkgerätepflicht ist in diesem Jahr eine Empfehlung geworden, allerdings ist eine weitere zwingende Auflage hinzugekommen: Piloten müssen eine rote Rauchsignal-Patrone bei ihren Flügen dabei haben, um im Notfall auf sich aufmerksam machen zu können. Sieht man im Flug ein rotes Rauchsignal eines anderen Piloten, so ist dies über den Notruf 112 zu melden. Zugleich soll man den Luftraum im Umfeld der Unfallstelle räumen, um die Rettungskräfte (Helikopter) nicht zu behindern.

Entsprechende Rauchpatronen sollen bei "Sport Amplatz" in Canazei erhältlich sein.



9 Kommentare:

Diego hat gesagt…

Ab 2020 muss jeder zusätzlich einen Defibrillator mit sich führen...

Anonym hat gesagt…

Ab 2021 sind nur noch Flüge für Tandempiloten mit Notarzt an Board erlaubt

Silvester hat gesagt…

Ab 2022 darf dort nur noch Chuck Norris fliegen

Michael hat gesagt…

Ihr begreift es einfach nicht:
außer der ENAC, kann und darf in Italien niemand irgendwelche Auflagen fürs Gleitschirmfliegen vorschreiben. Also weder Funkgerät in der Luft mitführen (in Italien selbst für Amateurfunker illegal), noch Rauchpatronen oder sonst was.
Einfach sich mal an die Gesetze hier landen wäre hilfreich: Keine Schulung von Ausländern in Italien (dazu gehören auch geführte Flugreisen mit Funkbetreuung ohne italienischen Fluglehrer und kostenlose Anmeldung beim AecI), Selbstverantwortung als Pilot (Erster Artikel im DPR 101) und Vorflugregeln laut italienischen Bestimmungen.
Aber das interessiert niemanden, Hauptsache man nimmt ein paar Rauchbomben, Funkgeräte und Gopros mit.
Wer den Quatsch allerdings nicht mitmachen will, der könnte auch einen LiveTrack, Spot oder ähnlich mitnehmen und sein Handy am Cockpit befestigen.
Und im Notfall sofort Landen gehen, Hilfe leisten oder holen, anstatt darüber zu kreisen und über Funk berichten, ob er noch zappelt.

Sebastian hat gesagt…

_Du_ begreifst es nicht. Es ist völlig egal, wer befugt ist, Auflagen zu erteilen. Wenn die Rettungskräfte sich rote Rauchbomben wünschen, dann nimmt man sie mit, Punkt, denn niemand anderes wird dich vom Felsen pflücken, während du im Delirium irgendwelche Artikel aus der DPR 101 vorbetest und von Selbstverantwortung (ach nee!) faselst.

Michael hat gesagt…

@Sebastian: Du solltest nicht über Dinge schreiben, die Du nicht vor Ort verifiziert hast. Ich lebe und fliege hier seit 34 Jahren, und ich garantiere Dir, dass keine der Rettungskräfte jemals weder Funk (illegal!) noch Rauchpatronen (illegal und zudem gefährlich) haben wollte.
Was sie allerdings wollen, sind intelligente und rücksichtsvolle Piloten!
Da stehen allen voran auch die Begleiter der Flugreisen und Flugschulen, die ihre Teilnehme nicht für den Ernstfall briefen, sondern weiterhin starten lassen, obwohl ein Rettungseinsatz läuft.
Schau Dir mal die Unfallstatistiken im Fassatal an, wer da so verunfallt!

Sebastian hat gesagt…

Dann fliege ich eben ohne Rauchbombe, weil online ein Michael, der seit 30 Jahren fliegt, sagt, das brauche man nicht ...

fhfs hat gesagt…

Sie könnten sich in Italien ja auch darauf einigen, wass sie wollen: in den Dolomiten ROTEN Rauch, in Bassano GRüNEN...
Ich persönlich ziehe (wenn schon, denn schon!) die GRüNE Variante vor. Denn wie soll ich, wenn ich schwer verletzt irgendwo liege eine ROTE Rauchpetarde zünden können? GRüN macht in meinen Augen mehr Sinn.

FlyingDentist hat gesagt…

"GRüN macht in meinen Augen mehr Sinn"

Da ist was dran!!