Test: Leichtrucksäcke (2)

Als Ergänzung zu einem früheren Test von Leichtrucksäcken fürs Hike&Fly  noch zwei neuere Modelle im Vergleich: Airdesign Hike&Fly trail und Niviuk Kargo Expe.

Zwei Leichtrucksäcke der 70-80 Liter-Klasse:
Niviuk Kargo Expe (l.) und Airdesign Hike&Fly trail (r.)
// Fotos: Lu-Glidz
Wer dem Trend zum Hike and Fly folgt, stellt die gesamte Ausrüstung hinsichtlich Gewichtsersparnis auf den Prüfstand. Auch beim Packsack lässt sich abspecken. Wichtiger als die reine Gramm-Rechnerei ist dabei allerdings ein Faktor: Der Packsack muss funktional sein und sich vor allem auch auf längeren Strecken selbst mit deutlich gewichtigem Inhalt gut tragen lassen.

Unter diesen Gesichtspunkten hatte ich auf Lu-Glidz 2018 bereits einmal vier Leichtrucksäcke getestet, die jeweils  unterschiedlichen Konzepten folgen: UP Summiteer light, Skywalk Hike 80, Supair Trek light und Skye Eyrie light. Im vergangenen Jahr haben zwei weitere Hersteller interessante Modelle mit nochmals ganz eigenem Zuschnitt präsentiert. Dieser Post ist darum die Fortschreibung des ersten Tests im gleichen Format. Es geht um die Modelle Hike&Fly trail 70 von Airdesign und Kargo Expe 75+15 von Niviuk. Sie wurden mir jeweils vom Hersteller bzw. Importeur freundlicherweise für den Test zur Verfügung gestellt.

Mit jedem dieser Packsäcke bin ich für den Test mindestens 1000 Höhenmeter gewandert. Im Sack jeweils die gleiche Ausrüstung: Ein Gleitschirm in einem Concertina Compress Bag, ein leichtes Liegegurtzeug (Karpofly Extra light), ein Cockpit mit weiterer Ausrüstung, ein Helm, ein 1,5 l Wassersack und etwas Kleidung. Diese Kombination ist nicht extra gewichts- und volumenoptimiert, ermöglicht aber ein gutes Ausfüllen eines Sackes von rund 70-80 Litern. Das Gewicht lag typischerweise zwischen 13 und 15 kg (je nach zusätzlicher Kleidung und Wasserballast).

Bei dem Test ging es mir nicht darum, am Ende den "besten" Rucksack in dieser Reihe zu küren. Denn ein bedeutender Anteil des Tragekomforts hängt nicht nur vom Rucksack selbst, sondern auch von der eigenen Ausrüstung, der Packweise sowie den körperlichen Dimensionen des Trägers ab. Ein Modell, das für den einen passt, kann für den anderen mit anderer Ausrüstung vielleicht nur suboptimal sein. Das gilt es zu berücksichtigen. 

Wer sich für einen Rucksack entschieden hat, sollte zudem verschiedenste Packweisen ausprobieren. Es gilt herauszufinden, wie man das Modell mit der eigenen Ausrüstung so ausfüllen und auch komprimieren kann, dass sich ein kompaktes Paket ergibt, bei dem der Schwerpunkt möglichst nah am Körper liegt.

Im Folgenden beschreibe ich bei den Rucksäcken nicht alle technischen Details. Die kann man auf den jeweiligen Herstellerseiten nachlesen. In meinen Ausführungen gehe ich vor allem auf Punkte ein, die mir in der Praxis jeweils besonders positiv oder negativ aufgefallen sind – bzw. die ich für eine Einschätzung für relevant halte.


Airdesign Hike&fly trail 70

Der Hike&Fly trail 70 ist ungewöhnlich
schlank und hoch gebaut. Er besitzt ein
gut gepolstertes Tragesystem.
Volumen
: 70 Liter
Gewicht: 740 Gramm 

Beschreibung: Der Hike&Fly trail 70 ist ein Leichtrucksack, der nicht auf geringstes Gewicht, sondern auf bestmöglichen Sitz und Tragekomfort hin optimiert wurde. Seine Silhouette ist schmaler als die anderer Gleitschirm-Rucksäcke, dafür aber hoch. Das hilft, den Schwerpunkt körpernah zu halten. Allerdings bedeutet der schlanke Schnitt, dass man  nur schmaler packbare, eher sitzbrettlose Gurtzeuge gut darin unterbringt. Meine Test-Packausrüstung bekam ich von der Breite her gerade so hinein. 
Der Rucksack hat einen zentralen Zwei-Wege- Reißverschluss, ein Rolltop und zwei seitliche Kompressionsriemen, mit denen sich das Packvolumen variabel gestalten lässt. Auffallend ist ein sehr solides Tragesystem mit zwei kunststoff-verstärkten Rückenpolstern sowie breit geschnittenen Schulter- und Hüftgurten. Die oberen Schulter-Zurrgurte sind höhenverstellbar, woraus sich eine gewisse Anpassbarkeit an verschiedene Rückenlängen ergibt. Mit dehnbaren Seitentaschen, aufgesetzten Taschen an Hüft- und Schultergurten sowie einer kleinen Extratasche oben am Hauptsack gibt es ausreichend Stauraum für diverses Kleinzeug. 

Kompression: Mit den zwei Kompressionsriemen pro Seite lässt sich das Volumen des Rucksackes gut an die eigene Ausrüstung anpassen. Durch den schmalen Schnitt sitzt die Ausrüstung aber eh schon recht stramm im Sack. Die Riemen dienen dann hauptsächlich dazu, die Steifigkeit des Gesamtpaketes noch zu erhöhen.

Die Last wird über eine v-förmige
Anlenkung gut auf die Schulter-
Tragegurte übertragen.
Tragekomfort
: Von allen getesten Modellen würde ich dem Hike&Fly trail die beste Lastverteilung zusprechen. Dazu tragen neben dem körpernahen Schnitt vor allem die breiten, vorgeformten Schultergurte bei, die vor der Brust mit zwei zusätzlichen Bändern wie zu einer Art Weste geschlossen werden können. Die Schultergurte greifen unten über eine v-förmige Anlenkung jeweils an zwei Punkten des Rucksacks an, wodurch das Gewicht wirklich sehr gut an den Körper gezogen wird (s. Bild). Auch der Hüftgurt ist gut dimensioniert. Gerade wer beim Hike-and-Fly zuweilen auch in exponierteren Gelände geht, wo Gleichgewicht, Trittsicherheit und vielleicht sogar leichte Kletterpassagen gefragt sind, wird einen am Rücken wie angegossen sitzenden Sack zu schätzen wissen. Auch für ein schnelleres Lauftempo, etwa bei H&F-Rennen, bietet diese Lösung Vorteile. Ein Nachteil: Unter den breiten Schultergurten schwitzt man mehr.

Packmaß: Die Kunststoff-Verstärkungen in den Rückenpolstern, Schulter- und Hüftgurten tragen beim Zusammenrollen etwas auf. Im Testvergleich ergibt das ein mittleres Packmaß, aber immer noch deutlich unter dem klassischer Gleitschirm-Rucksäcke.

Qualität: Da gibt es kaum etwas zu meckern. Der Rucksack wirkt in fast allen Punkten gut durchdacht und optimiert. Nur am Boden, der häufiger auch mal mit scharfkantigen Steinen in Kontakt kommen könnte, würde ich mir einen etwas stabileren Cordura-Stoff wünschen. Zudem hätte Airdesign für ein besseres Handling des Rolltop-Verschluss lieber symmetrische Schnallen verwenden sollen, die nicht nur in einer Richtung, sondern auch um 180 Grad gedreht passen. 

Für wen, für was: Der Hike&Fly trail 70 bietet einen besonders guten Sitz und Tragekomfort, was sich insbesondere bei Wanderungen oder auch Skitouren bis ins Hochgebirge bezahlt machen dürfte. Für mehrtägige Biwak-Touren mit etwas größerem und über die Tage auch variablem Gepäck würde ich den Sack mit seinen (nur) 70 Litern und dem schmalen Schnitt aber nicht als erste Wahl sehen. Vor einem Kauf sollte man auf jeden Fall testen, ob die eigene Ausrüstung überhaupt von der Breite her darin Platz findet. 


Niviuk Kargo Expe

Der Niviuk Kargo Expe hat die Grundform
einer Kiepe. Die seitlichen Bänder des
Rolltops sind leider sehr kurz.
Volumen
: 75 Liter (+15 mit Helmnetz)
Gewicht: 790 Gramm

Beschreibung: Der Kargo Expe ist mit seinen fast 800 Gramm das schwerste Modell des Tests (Teil 1+2). Er ist deutlich anders geschnitten als das Modell von Airdesign. Statt schmal und hoch, ist der Sack eher wie eine Kraxe oder Kiepe geformt – unten schmaler und nach oben wie ein Schwimmerrücken etwas breiter werdend. Geschlossen wird er über einen etwas asymmetrisch sitzenden Zwei-Wege-Reißverschluss und ein Rolltop (dessen Flanken mit Hilfe  kleiner Magnete passgerecht zuschnappen). An den Seiten sitzen jeweils zwei Kompressionsgurte. An der Front sind zusätzliche Haltebänder aufgenäht, die weitere  Befestigungsmöglichkeiten z.B. für Steigausrüstung oder Stöcke bieten. Dort wird auch das mitgelieferte Helmtragenetz eingeschlauft. Auf dem Hüftgurt sitzen nicht verschließbare Netztaschen (leider etwas zu schmal für moderne Smartphones).
Stofftechnisch ist der Kargo Expe vergleichsweise stabil ausgelegt. Boden und Rücken sind aus leichtem  Ripstop-Cordura, der orangene Rest ist Nylon mit wabenförmigen Ripstop-Verstärkungen. Im Inneren ist der Sack zudem am Rücken und den Seiten (dort auch als Taschen nutzbar) mit einem weiteren Stoff aufgedoppelt. Damit ist die Ausrüstung im Sack relativ gut vor dem Schweiß des Trägers oder anderer Feuchtigkeit geschützt.

Kompression: Der Kargo Expe lässt sich über zwei Kompressionsbänder enger ziehen. Allerdings erfolgt die Krafteinleitung recht punktuell und damit suboptimal. Vor allem lässt sich der obere Teil des Sackes nur schlecht an den Körper ziehen. Theoretisch könnte der Rolltop-Verschluss diese Funktion mit übernehmen. Allerdings hat Niviuk, aus mir völlig unverständlichen Gründen, die seitlichen Verschlussgurte des Rolltops extrem kurz gehalten. Bei höherem "Füllstand" wird es damit schwer, den Rucksack überhaupt sauber zu verschließen. Es wäre ein leichtes gewesen, diese Gurte einfach 15 cm länger auszuführen, wodurch sich Packvolumen und Kompressionsmöglichkeiten gleich viel flexibler ausnutzen ließen. 

Tragekomfort: Der Tragekomfort der Kargo Expe ist, trotz vergleichsweise dünn gepolsterten Schulter- und Hüftgurten, erstaunlich gut. Es gibt aber eine Einschränkung: Die Dimensionierung erscheint mir von Niviuk als spanischer Marke auch eher auf "spanische Maße" hin optimiert. Nutzer mit einer Körpergröße über 180 cm bzw. einem vergleichsweise langen Rücken werden den etwas körperferneren Schwerpunkt deutlicher zu spüren bekommen, vor allem bei größeren Lasten. Als sehr angenehm empfand ich hingegen Tragegurt, die vom Stoff und ihrer Innenstruktur her recht atmungsaktiv sind. Man schwitzt darunter weniger. 

Packmaß: Mit den teils gedoppelten Stoffen ist der Kargo Expe nur bedingt klein packbar, kann aber klassische Gleitschirmrucksäcke immer noch gut unterbieten.

Qualität: Durch die solide Materialwahl und Verarbeitung ist der Kargo Expe das stabilste Modell im Test. Man braucht den Einsatz im etwas raueren Gelände nicht zu fürchten. Einige Details wie die zu kurz geratenen Abspanngurte des Rolltops, aber auch der asymmetrisch sitzende Front-Reißverschluss (der es eher erschwert, die Ausrüstung symmetrisch am Rücken zu platzieren) erscheinen mir etwas unausgereift. Andere hingegen, wie der gedoppelte Stoff als Schweißbremse im Rücken und die vielen zusätzlichen  Befestigungsmöglichkeiten an der Front sind sehr praktisch. Auch die kleinen Verschlussmagnete am Rolltop und die symmetrischen Verschluss-Schnallen (es gibt keine zwingende Einschub-Ausrichtung) erweisen sich im Alltag als vorteilhaft.

Für wen, für was: Der Niviuk Kargo Expe ist vom Zuschnitt, Gewicht und Tragesystem her nicht unbedingt ein Modell für H&F-Rennen. Als leichterer, aber durchaus stabiler Rucksack für Ausrüstungen, die kein besonders langes Packmaß besitzen, ist er aber interessant. Mit seinen vielen Befestigungsmöglichkeiten und dem optionalen Helmnetz würde ich ihn wegen der Variabilität auch für mehrtägige Biwak-Abenteuer in die engere Wahl nehmen. Das gilt aber mit der Einschränkung auf nicht allzu groß gewachsene Pilotinnen und Piloten (bis ~180 cm). Zudem würde ich empfehlen, den Rucksack mit verlängerten Abspanngurten fürs Rolltop "pimpen". 



Wo Du schon mal hier bist…

… habe ich eine kleine Bitte. Lu-Glidz wird von immer mehr Piloten gelesen. Sie schätzen Vielfalt, Aktualität, Qualität und Unabhängigkeit der Posts und Tests. Im Gegensatz zu anderen Gleitschirm-Magazinen ist Lu-Glidz komplett werbefrei. Zugleich gibt es auch keine Abogebühren oder eine Paywall. Ich möchte Lu-Glidz auch in Zukunft so unabhängig und offen halten wie möglich. Dafür benötige ich aber die Unterstützung meiner Leser. Jeder wie er will und kann. Bist Du dabei? 

Fördern kannst Du Lu-Glidz ganz simpel per Paypal. Wer eine klassische Banküberweisung bevorzugt, kann den gewünschten Betrag auf folgendes Konto überweisen:

Empfänger: Lucian Haas, Breite Strasse. 54, D-53111 Bonn
IBAN: DE71 3807 0724 0361 6828 00
BIC: DEUTDEDBXXX
Verwendungszweck (bitte immer angeben): "Foerderbeitrag Lu-Glidz"

Danke!

7 Kommentare:

Guido Ihlein hat gesagt…

Für meinen rel. langen Rücken bin ich über das Forum auf den Sunevyr von SEA aumerksam geworden:
http://shop.sea-wings.pro/index.php?route=product/product&path=115&product_id=73

Der Rucksack hat eine schlanke Bauform und für die angegebenen 80l geht viel rein. Bin sehr zufrieden mit dem Teil.

Anonym hat gesagt…

Eine sehr wichtige Info findet man bei keinem Hersteller: Für welche Rückenlänge ist der jeweilige Rucksack ausgelegt?

Auch ich habe einen relativ langen Rücken und gerade leichte Modelle sind in der Regel schlicht zu klein, um sie gut tragen zu können. Einen größeren zu kaufen ist da auch keine Lösung, weil der Inhalt dann nicht kompakt gepackt werden kann.

Das wäre mal ein wichtiger Hinweis an alle Hersteller.


Manuel Rose

Daniel Schiffner hat gesagt…

Was für mich bisher am besten passt ist der 70L Neo Lite Bag. Da wackelt nichts und alles sitzt wie angegossen, super Tragegefühl, als würde er zum Körper gehören. Das einzige das ich daran zu kritisieren habe ist die Farbe, dafür muss er hald ab und zu in die Waschmaschine. Für den gesalzenen Preis bekommt man defintiv Qualität, würde ich jederzeit wieder kaufen!

Jochen hat gesagt…

@Daniel Schiffner
Ich hatte den Neo auch gekauft da er von der Größe (eben zwischen 60-80l) sehr gut gepasst hätte. Was mich allerdings von Anfang an gestört hat sind die Schultergurte, bzw. deren Breite im Brustbereich (Neben der Farbe die bei Neo auch beim Stayup einfach schlecht für eine Outdoorsportart geeignet sind).
Ich frage mich wirklich wofür das gut sein soll? Es drückt, man schwitzt darunter und beim Packen ins Gurtzeug (gerade z.B. beim Stayup) ist es auch im Weg. Was soll der Sinn davon sein?
Wer eine Ahnung hat, bin gespannt!

Holger Stein hat gesagt…

Ich hatte kürzlich eine Rucksack-Orgie...

Bin 1,80 m gross, 78kg, UP Lhotse M, WV GTO 2 LIGHT Airpump.

Ziel: leicht, kompakt am Körper auch beim Rennen, kein Schlingen, kein Knick, Träger nicht einschneiden, Träger zu obere Rucksack Bereich zurrbar, Hüftgurt sollte ca. 70-80 % des Gewichts angenehm übertrage können. Eierlegendewollmilchsau ;)

Der Niviuk war mit dabei. Ich hätte ihn gern genommen, wenn er etwas größer gewesen wäre für mein Equipment. Wirkte sehr robust, guter Tragekomfort, kompakt am Körper,... Wie Lucian anmerkt sind die kurzen seitlichen Straffer zu kurz geraten.

Der Skywalk 80 hike ist etwas größer als der Niviuk und weniger kompakt, zudem war der Hüftteil etwas einschneiden. Insgesamt alles gut.

Am besten zu tragen und zurren war blöderweise der Up Summiteer, den ich evtl. zum Experimentieren kaufe. Ein tolles Teil, das allerdings fragil wirkt. Aber echt ein Phänomen.

Den Lightness 3 Rucksack hatte ich, den habe ich nicht probiert, weil er mich zuvor beim Lightness2 3 genervt hat. Im Nachhinein ärgerlich, weil je nach fixem Equipment das Finale Ergebnis sehr unterschiedlich sein kann.

Der Gin light 80l ist ein Platzwunder und im Grunde eine sehr gute, robuste Variante als regulärer Packsack und für kurze Strecken. Allerdings gibt es da einen Knick im mittleren Rückenteil. Fotos dazu finden sich im Netz.

Der Neo lite bag 90l wirkt robust trotz transparentem Stoff. Tragekomfort wäre super, aber die Tragegurte schneiden im Brustbereich ein und ich bin kein richtiges Tier... Der Preis ist auch heftig.

Nach dieser Orgie probierte ich mein urolles Kellergespenst von Swing aus. 1,3 kg aber ein echtes Rucksack-Rückenteil mit 56cm Versteifung. Nun der Gag, das Teil passt genau in den riesigen Kofferraum des GTO 2... Die Odyssee endete somit beim Anfang der Suche.

DANK an Lucian!

Jörg Nuber hat gesagt…

Ich habe ebenfalls etwa 10 Leichtrucksäcke ausgiebig getestet. Was mich am meisten überrascht hat (na ja, eigentlich vielleicht doch nicht) war, dass die Literangaben komplett fürs Klo sind. Teilweise waren 15l (!) kleiner angegebene Rucksäcke größer. Man kommt also in Sachen Volumen eh nicht ums Probieren mit der eigenen Ausrüstung herum. Auf der anderen Seite schieden viele wegen Tragekomfort, Robustheit oder Gewicht unabhängig vom Volumen von vorne herein aus.

Am Ende meiner Suche sind bei mir mit dem Woody Valley und dem Advance ausgerechnet zwei Modelle als beste übrig geblieben, die Lucian gar nicht getestet hat (allerdings hatte ich den Neo nicht, den sehr viele Piloten präferieren).

Marco Tognali hat gesagt…

Da das Thema für viele noch aktuell zu sein scheint, möchte ich gerne meine Erfahrung mit euch teilen: Auch ich hatte ähnlich Probleme mit Grösse, Volumen und Passform. Nach einigem Ausprobieren und diversen Fehlkäufen, habe ich mich dann für eine Massanfertigung von Flugsau (Schweiz) entschieden. Vor Ort wird Mass an Mensch und Material genommen. Sonderwünsche sind kein Problem. Die Produktion dauert ein paar Wochen und wird dann per Post versendet.

Der Preis? - Das Ganze hat mich mit der Anreise zusammen etwa das Doppelt gekostet, wie ein Rucksack ab der Stange.

Das Ergebnis? - Der Rucksack passt zu 100%. ...und nebenbei fühlt sich die Ausrüstung 1-2 Kilo leichter an. Eine Option, die jeder mal anschauen sollte.