Out&Return Rekord +++ Schweizer Kontrollen +++ X-Alps Challenger +++ Davinci Soul 2 +++ Elevated Goal +++ Paraglidingstats

Zion Susano überfliegt Iquique. // Foto: Z. Susano

+++ Im vergangenen Jahr hatte Zion Susano aus Costa Rica in Chile von Iquique aus einen Hin-Rück-Flug über 355 km absolviert. Die FAI hat diesen Flug nun dreifach als Rekord anerkannt. Erstens für eine freie Distanz Out&Return über 350 km, zweitens für die deklarierte Distanz Out&Return über 350 km, und drittens für die Geschwindigkeit bei einem Flug über 300 km, in diesem Fall 36,2 km/h. Den Geschwindigkeitsrekord hatte zuvor der Franzose Clement Latour gehalten mit 35,16 km/h. +++ 

+++ In der Schweiz hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) kürzlich Piloten an Startplätzen  im Berner Oberland unangekündigt kontrolliert. Dabei wurden auch Bußgelder wegen fehlender Ausweise oder fehlender Kennungen im Schirm verhängt. Nach Angaben des SHV auf seiner Website sollen solche Inspektionen in Zukunft fortgesetzt werden. Für ausländische Piloten heißt das: Sie sollten fürs Fliegen in der Schweiz in jedem Fall die Nummernpflicht beachten, denn die gilt dort auch für sie (s. Newsticker 11/2026). +++

+++ Die Anmeldefrist zum Hike-and-Fly Wettbewerb Redbull X-Alps Challenger wurde verlängert. Sie läuft nun noch bis zum 5. Mai. An der Großveranstaltung, die vom 28. bis 30 Mai im Zillertal stattfindet,  sollen bis zu 225 Pilotinnen und Piloten teilnehmen können. +++ 

Soul 2 // Davinci

+++ Der südkoreanische Hersteller Davinci hat ein neues Einsteiger-Gurtzeug vorgestellt. Das Soul 2 soll von der Geometrie her Roll- und Pitchbewegungen stärker dämpfen. Es besitzt einen Schaumstoffprotektor. Interessant könnte das Gurtzeug für alle jene sein, die nach einem Modell mit klassischen Beingurten suchen (kein Get-Up-System). Das Soul 2 gibt es in vier Größen. Das Gewicht liegt zwischen 3,6 und 4,2 kg. +++ 

+++ Kürzlich fand bei Gemona der erste CIVL Explorer Wettbewerb statt. Beim Explorer-Format geht es auch darum, neue Techniken und Wertungsformen für Wettbewerbe zu testen, bevor sie vielleicht künftig allgemein eingesetzt werden. In Gemona kamen unter anderem sogenannte Equalizer zum Einsatz, um die Leistung unterschiedlicher Schirmgrößen anzugleichen. Diese "Leinen-Nudeln", die über einen Teil der zentralen B-Leinen gezogen werden, um den Luftwiderstand zu erhöhen, haben sich in der aktuellen Ausführung allerdings nicht bewährt. Sie wirken zwar wie erwartet. Piloten empfanden sie aber als zusätzliches Sicherheitsrisiko. Das Konzept soll laut Angaben von Organisator Brett Janaway in dieser Form nicht weiter verfolgt werden. Erfolgreich getestet wurde hingegen das sogenannte Elevated Goal. Der Zieleinflug wird dabei nicht mehr zwischen End-of-Speed-Section und Goal aufgeteilt. Vielmehr wird nur noch ein einziges Ziel inklusive ESS definiert, das jedoch in 300m Höhe über Grund liegt. Wer tiefer ins Ziel kommt, bekommt Punkte abgezogen. Der zusätzliche Bodenabstand soll die Sicherheit im Endanflug erhöhen. +++ 

Paraglidingstats.com

+++ Der polnische Pilote Kuba Sto hat eine Website namens Paraglidingstats.com programmiert, über die man die CIVL-Datenbank der Wettbewerbsergebnisse und Pilotenrankings auf einfache Weise durchsuchen kann. Zu jedem dort verzeichneten Piloten und jeder Pilotin lässt sich anzeigen, an welchen Wettbewerben sie teilgenommen und welchen Punktestand sie damit im CIVL-Ranking erreicht haben. Die Grafiken zeigen auch die Entwicklung über die Jahre hinweg. Die Daten reichen zurück bis ins Jahr 2011. Auf dem Instagram-Kanal Paraglidingstats postet Kuba zudem immer wieder interessante statistische Auswertungen dieser Daten. Da geht es zum Beispiel um Fragen wie: Wer hat die meisten Gleitschirmwettbewerbe gewonnen? Antwort: Juri Vidic. Wer hat die meisten Wettbewerbe in einem Jahr geflogen? Antwort: Pepe Malecki. Er kam 2025 auf 19 Wettbewerbe. +++