Burnair Isobaren, Nebel- und Startplatzinfos +++ Maude Perrin +++ Sicherheit Ozone Angel SQ Pro & Sublite +++ Kollision im Pinzgau 

Isobarendarstellung im Burnair-Wetter // Quelle: Burnair

+++ Burnair hat drei hilfreiche Neuerungen bei den integrierten Wetterinfos eingeführt. Sie setzen in der Regel mindestens ein Basic-Abo voraus.
Erstens lassen sich auf den Wetterkarten nun auch Isobaren und die Zentren von Hoch- und Tiefdruckgebieten einblenden. Das erleichtert die Interpretation der Wetterlagen. Zu beachten: Die Isobaren erscheinen nur, wenn als Wettermodell DWD gewählt und eine geringe Zoomstufe der Karte (z.B. Anzeige von ganz Europa) eingestellt wird. Beim Verschieben des eingeblendeten Zeitstrahls wird die Entwicklung des Luftdrucks wie bei einem Wetterfilm abgespielt. Fronten werden allerdings nicht angezeigt. Die durchgezogenen Linien der Isobaren zeigen einen Abstand von 5 hPa, die gestrichelten von 1 hPa.

Zweitens zeigen die Wolkendarstellungen auf den Wetterkarten nun durch eine Schraffierung nicht mehr nur, wo bei tiefer Wolkenbasis das Gelände in den Wolken verschwindet. Neuerdings wird auch erkennbar, wo und ab wann im Tagesverlauf das Gelände aus tiefer liegenden Wolkenschichten (Nebel / Hochnebel) oben herausragt. Auch hier kann man einfach den Zeitstrahl verschieben und schauen, an welchen Stellen die schraffierten Flächen verschwinden, d.h. die (Hoch-)Nebeldecke aufreißt. Wichtig zu wissen: Eine wirklich zuverlässige Nebelvorhersage fällt Wettermodellen selbst mit einem feinen 1- oder 2-km-Raster noch immer sehr schwer. In der Realität können schon sehr kleinräumige Unterschiede in der Luftfeuchte und bei Geländeformationen einen großen Einfluss haben. Gerade jetzt im Herbst kann diese Darstellung aber hilfreich sein, um überhaupt erkennen zu können, ob und wo laut Modell zumindest eine Chance besteht, dass man oberhalb des Nebels in die Luft kommen könnte.

Zusatzinfos in unteren Reihen
(klick zum Vergrößern)


Die dritte Neuerung betrifft die Anzeige von Startplatz-Wetterdaten und Previtemps. Hier lassen sich jetzt unterhalb der Grafiken Zusatzinfos in Tabellenform einblenden. Zur Auswahl stehen unter anderem: Temperatur, Spread, Basishöhe, Temperatur auf Basishöhe, Nullgradgrenze, Luftdruck, Feuchtigkeit und "Was anziehen?". Hinter letzterem stecken Tipps für die passende Kleidungswahl bei den herrschenden Flugbedingungen. Dargestellt werden sie mit einfachen Icons – vom T-Shirt bis zu beheizten Winterjacke. Um zur Auswahl der Zusatzinfos zu kommen, muss man oben links im Startplatzinfofenster neben der Datumsanzeige auf das Symbol mit den Schiebereglern klicken. +++ 

Maud Perrin // FAI

+++ Die Französin Maud Perrin hat sich für die höchste Klasse der Wettbewerbe im Gleitschirm-Acrofliegen qualifiziert. 2027 wird sie bei der Acro World Tour (AWT) an den Start gehen. Es ist das erste Mal überhaupt, dass eine Frau so weit in diese noch immer von Männern dominierte Disziplin vordringt. 2026 belegte Perrin in der Wertung Acro World Qualifier (AWQ) den zweiten Platz overall. Analog zu anderen Sportligen gibt es jedes Jahr Auf- und Absteiger zwischen AWQ und AWT. +++ 

+++ Ozone hat eine Sicherheitsmitteilung herausgegeben. Sie betrifft die Rettungsgeräte-Innencontainer der Modelle Angel SQ Pro und Sublite. Diese müssen unter Umständen getauscht werden, weil es Probleme bei der Öffnung geben kann. In welchen Fällen ein Tausch erforderlich ist, ist in der Sicherheitsmitteilung beschrieben. Bitte beachten! +++ 

Kurz vor der Kollision
// Instagram: @sab_thi
+++ Im Mai war es im Pinzgau zu einer Kollision zwischen einer Cessna und einem Gleitschirm gekommen. Dabei wurde der Schirm komplett zerfetzt. Der Cessna-Pilot und die Gleitschirmpilotin konnten am Ende mit großem Schreck, aber weitgehend unversehrt landen. Der Fall bekam viel Aufmerksamkeit in den Medien. Auch Lu-Glidz berichtete (1 | 2). Der Cessna-Pilot wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Kürzlich hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren allerdings eingestellt. Die Begründung: Das Flugunfallgutachten kam zu dem Schluss, dass die Sicht des Piloten durch die Bauweise der Cessna (lange Schnauze) in Kombination mit der Fluglage (Steigflug) stark eingeschränkt war. Die Paragleiterin geriet deshalb erst kurz vor der Kollision in sein Sichtfeld. Damit blieb dem Pilot keine Ausweichmöglichkeit. Auch wenn motorisierte Flieger unmotorisierten Luftfahrtzeugen eigentlich ausweichen müssen, könne man dem Piloten in diesem Fall kein Verschulden durch Fahrlässigkeit vorwerfen. +++