Gurtschließen-Debakel (4): Quick Fix

Advance präsentiert eine einfache Übergangslösung im Gurtschließen-Debakel. Eine Bandschlinge dient als zusätzliche Sicherung. 

Eine Bandschlinge zwischen den Karabinern dient als
Herausfallsicherung. // Quelle: Advance
Viele Gurtzeuge, die mit bestimmten Gurtschließen von Finsterwalder ausgestattet sind, dürfen offiziell aus Sicherheitsgründen nicht mehr geflogen werden (s. Das Gurtschließen-Debakel).

Advance gehört zu den Gurtzeugherstellern, die am stärksten von der Sicherheitsmitteilung betroffen sind, da einige der Topseller-Gurtzeuge früherer Jahre wie Impress und Success mit den jeweiligen Finsterwalder-Schließen ausgestattet sind. Entsprechend groß ist das Interesse von Advance, seine Kunden so schnell wie möglich wieder "flugfähig" zu machen.

Als erster Hersteller hat Advance jetzt eine Quick-Fix Eigenbau-Lösung für das Problem präsentiert. Die Empfehlung lautet: Man nehme eine 60 Zentimeter lange Bandschlinge aus dem Bergsteigerbedarf und spanne diese als zusätzliche Sicherung zwischen die Karabiner. Zieht man die Schlinge zudem einmal durch den Brustgurt (zwischen den Beinschlaufen) hindurch, ist der Pilot effektiv vor dem Herausfallen gesichert, sollte eine der Finsterwalder-Schließen sich unverhofft öffnen.

Diese Lösung funktioniert natürlich nicht nur bei Advance-Gurtzeugen, sondern sollte genausogut auch bei allen Modellen anderer Marken die nötige Sicherheit wieder herstellen, bis von Finsterwalder eine eindeutige technische Lösung für das Schließen-Problem präsentiert ist. Diese ist auch schon in Arbeit, s. Eine Lösung im Gurtschließen-Debakel.

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