Der Hiko P ist der kleine Bruder des Ikuma 3P von Niviuk. Als leistungsstarker Mid-B steht er diesem in vielem erstaunlich nah
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| Groundhandling mit dem Hiko P // Fotos: Lu-Glidz |
[Wer besser verstehen will, mit welchem Fokus Lu-Glidz Gleitschirme testet und im Text auch feinen Details zuweilen viel Raum gibt, der sollte zuerst die Interpretationshilfe für Schirmtests lesen!]
Früher gab es von den meisten Herstellern nur einen Schirm in der EN-B-Klasse. Dann begannen die Marken die Klasse zu splitten, es gab High-B und Low-B Schirme. Mittlerweile ist die Entwicklung noch weiter gegangen. Die Hersteller schaffen es, immer gestrecktere und schnellere Schirme noch in der B-Klasse unterzubringen. Die Spreizung zwischen Low- und High-B wird dadurch so groß, dass man dazwischen noch bequem eine weitere Schirmkategorie platzieren kann. Mittlerweile gibt es so gut wie keinen großen Hersteller mehr, der nicht mindestens drei Schirmbaureihen im EN-B-Sektor anbietet.
Niviuk ist im vergangenen Jahr auf diesen Zug aufgesprungen und hat die Modelle Hiko und Hiko P zwischen den Serien Hook (Low-B) und Ikuma (High-B) eingeführt. Das "P" steht bei Niviuk allgemein für "plume" und kennzeichnet Leichtbau-Versionen.
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| Technische Daten Hiko P // Niviuk |
Schaut man nur auf technische Daten, so entspricht der High-B von einst gewissermaßen dem modernen Mid-B von heute. Wobei die neueren Schirmkonstruktionen durch leichtere Tücher, pitchgedämpftere Profile sowie exaktere Segelzuschnitte und Verarbeitung entsprechende Leistung mit einem Handling verbinden, das den Piloten am Ende doch weniger fordert.
Für Piloten, die sich in der B-Klasse zu Hause fühlen, stellt sich damit die Frage: Brauche ich wirklich einen "modernen" High-B, der die Klasse vielleicht ausreizt, oder würde ich mit einem "gezähmten" High-B – also dem heutigen Leistungs-Mid-B – nicht entspannter und am Ende glücklicher durch die Lüfte gleiten?
Genau das habe ich mich beim Test des Niviuk Hiko P immer wieder gefragt. Vor knapp zwei Jahren hatte ich den Ikuma 3 im Test (s. Testbericht) und damit einen guten Vergleich.
In vielem steht der Hiko P dem Ikuma 3P sehr nah. Klar sind Zellenzahl (55 vs 62) und Streckung (5,5 vs 5,7) etwas geringer. Aber Grundform, Shark-Nose-Profil, Tuch- und Leinenmaterial, Nitinol-Stäbchen in der Eintrittskante sowie der Aufbau des Tragegurts mit BC-Steuerung (Floating B) sind sehr ähnlich und erkennbar auf Leistung ausgelegt. Unterschiede gibt es noch im Leinenlayout: Der Ikuma 3 ist als 2,5-Leiner, der Hiko P noch als klassischer Dreileiner abgespannt.
Als Tücher verwendet Niviuk beim Hiko P ein 25 Gramm Tuch von Dominico an Ober- und Untersegel, wobei an der Eintrittskante stabileres 32-Gramm-Tuch eingesetzt ist. Im Innenleben gibt es eine Mischung aus Porcher 27 und Dominico 32. Bei den Leinen setzt Niviuk bei allen Stammleinen auf farbcodiertes, unummanteltes Aramid (U 8001). Nur in den obersten Galerien und bei der Bremse auch im mittlereren Stockwerk kommt nacktes Dyneema zum Einsatz.
Hinweis: Mit diesem Testbericht führe ich erstmals eine etwas andere Darstellung der Ergebnisse ein. Statt längerer Beschreibungen liste ich die wichtigen Details der einzelnen Test-Kategorien in kurzen Sätzen hinter (+), (o) und (-) auf. Diese Zeichen stehen für:
Bitte schreibt am Ende in die Kommentare oder per Email, was ihr von diesem neuen Format haltet. Soll ich es beibehalten oder bei künftigen Tests wieder zum alten Format zurückkehren?
- (+) Eigenschaften, die mir besonders positiv aufgefallen sind oder bei denen sich der Schirm m.E. von seiner Konkurrenz vorteilhaft abhebt
- (0) nennenswerte, aber neutrale Details, ohne besondere Wertung
- (-) Dinge, die für mein Empfinden besser sein könnten
Bitte schreibt am Ende in die Kommentare oder per Email, was ihr von diesem neuen Format haltet. Soll ich es beibehalten oder bei künftigen Tests wieder zum alten Format zurückkehren?
Leinensatz + Tragegurt:
(0) Die dünnen Leinen fallen nicht immer sauber auseinander, können Schlaufen bilden.
(-) Die Farbcodierung der Leinen ist nicht konsequent ausgeführt. B- und C-Ebene sind beide identisch blau.
(-) Die Stabilo-Leine ist nicht eindeutig farblich abgesetzt. Sie ist ebenfalls blau und weist nur am unteren Ende einen wenige Zentimeter kurzen roten Mantel als Markierung auf. Für den schnellen Überblick im Leinengewühl ist das zu wenig.
(-) Die Bremsspinne besteht aus dünnem, nacktem Dyneema. Für die Leistung ist das gut. Aber abseits von Rasen-Startplätzen ist diese Lösung gerne mal schlingfreudig und verlangt Aufmerksamkeit.
(+) Die Tragegurt sind recht steif und verwinden sich nicht so leicht.
(+) Der Tragegurt hat eine leichtgängige BC-Steuerung mit Floating-B.
(+) Die Einhängeschlaufe ist unten verbreitert, sodass sie auch in breiteren Karabinern nicht verrutscht.
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| Minimal Kennzeichnung der Stabilo-Leine (rot) |
(0) Die Bremsgriffe sind angenehm zu greifen und lassen sich ohne harte Druckpunkte wickeln. Mit dickeren Handschuhen ist der Umfang etwas knapp bemessen
(-) Der Hiko P hat Softlinks statt metallener Leinenschlösser. Das spart zwar minimal Gewicht, erschwert aber den Leinentausch und das Trimmtuning
(-) Die inneren und äußeren A-Tragegurten werden von Magneten zusammengehalten. Das empfand ich als störend, da man für den Start eh besser nur die inneren A-Gurte nimmt. Dafür muss man die Magnete immer erst lösen, was mit Handschuhen etwas fummelig ist.
Fazit: Die Hiko P hat einen konsequent leistungsorientierten, dünnen Leinensatz und Tragegurt mit BC-Steuerung, wie es sonst bei High-B üblich ist.
Starten:
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| Ein guter Starter aus allen Lagen |
(+) Die Kappe kommt auf geringen Impuls an den inneren A-Gurten spurtreu und berechenbar hoch, auch bei schwachem Wind.
(+) Das Profil trägt schnell und erfordert nur eine kurze Startstrecke.
(0) Bei korrekt dosiertem Impuls zeigt der Schirm kein störendes Überschießen, kann aber im Zenith noch leichten Zug nach vorn entwickeln.
(+) Der Hiko P lässt sich im Starkwind trotz gekoppelter B- und C-Ebene (Floating B) gut über die C-Ebene kontrollieren und auch seitlich steuern. Das geht deutlich besser als beim 2,5-Leiner Ikuma 3 (bei dem die C-Ebene nicht zu den Außenflügel reicht).
(0) Beim Aufziehen empfiehlt es sich, immer nur die inneren A-Gurte greifen und zu führen, sonst tendieren die Außenflügel dazu, etwas vorauseilen. Das bringt Unruhe ins System.
Fazit: Der Hiko P ist ein guter und berechenbarer Starter, mit dem man auch an kurzen und suboptimalen Startplätzen gut zurechtkommen kann.
Landen:
(0) Gutes Flare-Verhalten. Im Vergleich zum Advance Theta ULS oder dem Ikuma 3 hat der Hiko aber einen Ticken weniger umsetzbare Energie (Hinweis: Ich bin den Testschirm mittig belastet geflogen. Bei höherer Flächenbelastung dürfte das Verhalten etwas dynamischer sein).
(-) Der Stallpunkt des Hiko P ist nicht besonders hart und etwas schwammig. Das verlangt v.a. bei "gepumpten" Toplandungen ein gutes Feeling und Kontrolle, um nicht ungewollt zu überziehen und den Strömungsabriss zu riskieren.
Fazit: Gutes Landeverhalten, aber mit etwas schwammigem Stallpunkt.
Bremsen:
(0) Der Bremsdruck ist anfangs gering und nimmt auch zum Stallpunkt hin nicht sehr deutlich zu. Grobmotoriker sollten da vorsichtig sein.
(0) Die Bremsgeometrie greift gleichmäßig über die gesamte Hinterkante. Das Setup unterstützt vor allem ein gutes, feinfühliges und exaktes Thermikfliegen. Für höhere Agilität muss man auch mal tiefer und impulsiver ziehen. Der Advance Theta ULS ist da im Vergleich deutlich direkter.
(+) Mit Brake-Shifting ist eine feine Detailkontrolle möglich, die schon im Zentimeterbereich spürbar wird.
Fazit: Der Hiko P hat eine gut abgestimmte Bremsgeometrie, die eine sehr exakte Steuerung ermöglicht
Kappenfeedback:
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| Hiko P in der Durchsicht |
(+) Kappe zeigt die Luftströmungen gut und eindeutig an, man kann den Schirm getrost fliegen lassen, um passende Linien zu finden
(0) Der Hiko P zeigt ähnliche Gene wie der Ikuma, ist aber weniger nervös. Dennoch ist eine gewisse Lockerheit in der Hüfte gefragt. Im Vergleich liegt ein Phi Beat 2 ruhiger in der Luft.
(0) Der Schirm ist gut abgespannt, arbeitet wenig in sich und reagiert als Einheit
(0) Für einen Mid-B ist der Hiko doch recht plapperfreudig und will vom Piloten gelesen und zuweilen gezügelt werden. Es ist kein rundum gedämpfter "Wohlfühlschirm", vielmehr ein ehrlicher Charakter, aber ohne Macken (weshalb man sich damit trotzdem wohlfühlen kann)
(0) Der Schirm zieht spürbar zu steigenden Luftmassen hin, ohne dabei hektisch zu werden und den Piloten stärker zu fordern.
Fazit: Mit seinem differenzierten Feedback ist der Hiko P ein recht "feinfühliger" Geselle (das ist im Guten gemeint). Aufsteiger in die B-Klasse könnten ihn als fast ähnlich lebendig erleben wie den Advance Theta ULS oder manche als High-B deklarierten Schirme.
Kurvenflug:
(+) Der Hiko P glänzt mit einem angenehm variablen Kurvenverhalten. Er lässt sich sowohl über Innen- als auch Außenbremse gut kontrollieren und dosieren.
(+) Der Schirm hat keine besondere Lieblingsschräglage, in die er automatisch zurückfällt. Die Schräglage kann nach Belieben vom Piloten eingestellt werden, ohne anschließend viel nachkorrigieren zu müssen.
(+) Lässt sich bei flachen Kurven sehr gut über Brake-Shifting enger ziehen, ohne zu graben.
(0) Gewichtsverlagerung nimmt die Kappe willig an, ohne übertrieben rollig zu wirken.
(0) Steilere Kurven verlangen etwas mehr Gewichts- und Bremsimpuls, dann macht der Schirm aber willig mit.
Fazit: Der Hiko P hat ein feines, zugängliches Kurvenhandling. Man kann mit verschiedensten Steuertechniken effizient und vor allem auffallend exakt arbeiten. Im Vergleich zum Theta ULS ist er etwas weniger direkt (weniger Go-Cart Feeling).
Thermikeigenschaften:
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| Kurbeln bei Bassano |
(+) Der Schirm lässt sich auch von verschwurbelten Luftmassen nicht so leicht abdrängen, sondern vom Piloten gut platzieren.
(+) Die Kappe steigt meinem Erleben nach überdurchschnittlich gut, auch in schwachen Bärten.
(0) Sie zieht sanft zu Steigkernen hin, manchmal auch etwas deutlicher. Weniger erfahrene Piloten könnten davon überrascht werden.
(0) Die Steuerung in der Thermik ist exakt, aber nicht zwangsläufig agil. Für eine schnellere Kurvenanpassung hilft v.a. eine impulsive Gewichtsverlagerung.
(0) Beim Kurbeln braucht es kaum Außenbremse als Stütze.
(0) Beim Rausfallen aus Bärten nickt der Schirm nur wenig. Das bedeutet weniger Arbeit für den Piloten und macht längere Flüge entspannter.
(0) Der Hiko P dreht meinem Erleben nach etwas weniger flach als der Ikuma 3 und erweist sich damit beim Thermikflug insgesamt als der "rundere", komfortablere Flügel.
Fazit: Die Thermikflugeigenschaften des Hiko P gehören meines Erachtens mit zum Besten, was man derzeit in der B-Klasse finden kann.
Beschleuniger:
| Gut greifbare BC-Steuerung mit Floating B |
(+) Gute und exakte BC-Steuerung mit Floating-B über eine Wippe zwischen C- und B-Ebene. Sie lässt sich angenehm mit natürlicher Handhaltung greifen (einfach Reinhängen).
(0) Die nötigen Kräfte der BC-Steuerung sind mittel. Wer viel aktiv über die hinteren Tragegurte steuert, kann das schon noch als ermüdend erleben.
(+) Die BC-Steuerung liefert gutes Feedback, selbst kleine Entlaster sind spürbar
(+) Alternativ kann man bei Bedarf über das Abkippen der Hände nach hinten auch kleinere Abfang-/Steuerbewegungen nur über die C-Ebene geben, ohne dabei die Floating-B zu aktivieren. Das ist dann sehr leichtgängig
(0) Ich konnte mit dem Hiko P einen Geschwindigkeitsbereich von ~12km/h über Trimmspeed erfliegen. Die Polare bleibt dabei in einem gut nutzbaren Bereich, sodass man auch vor längeren Fullspeed-Passagen nicht zurückschrecken muss.
(+) Der Schirm fliegt auch beschleunigt spurtreu und zeigt kaum mal ein störendes Rollen.
(0) Auf der Beschleunigerleine sind gewissen Abständen Markierungen aufgenäht, die den Zugweg anzeigen. Das ist interessant, um z.B. exakte Polaren zu erfliegen (viertel- / halb- / dreiviertel beschleunigt) und die Einstellung des Beschleunigers zu optimieren.
Fazit: Der Hiko P lädt dazu ein, viel und leistungsstark mit Beschleuniger zu fliegen. Dazu tragen die gut funktionierende BC-Steuerung und der gute Geradeauslauf bei. Leistungsmäßig kommt der Hiko P modernen High-B sehr nah, bei nur 1-2 km/h weniger Topspeed.
Ohrenanlegen:
(0) Die Ohren lassen sich ohne großen Widerstand einholen und erfordern auch keine nennenswerten Haltekräfte.
(0) Die Öffnung erfolgt spontan, aber progressiv, d.h. ohne Aufschnalzen.
(0) Ohren bleiben ruhig oder schlagen nur minimal.
Fazit: gut praktikables Manöver, ohne Beanstandungen
Steilspirale:
(+) Der Hiko P hat ein gut kontrollierbares und dosierbares Spiralverhalten.
(+) Die Kappe kommt bereitwillig wieder aus der Spirale.
(0) Im Vergleich zum Ikuma 3, dessen Spiralverhalten ich als außerordentlich gut erlebt habe, zeigt der Hiko P ein etwas deutlicheres Abkipp- und Aufrichtmoment. Es lässt sich nicht ganz so fein und graduell in Zwischenschräglagen halten
(0) Eine schnelle Spiral-Einleitung erfordert einen deutlichen Impuls des Piloten.
Fazit: gut praktikables Manöver, ohne Beanstandungen
Nicken:
(0) Der Hiko P zeigt im Normalflug eine hohe Nickdämpfung, wirkt aber nicht totgedämpft.
(0) Das induzierte Nicken lässt sich problemlos auch weiter aufschaukeln, braucht dafür aber etwas tieferen Bremseinsatz
Fazit: Eine gute Mischung von Dämpfung und Flugspaß.
Rollen:
(0) Der Hiko P reagiert gut auf Gewichtsverlagerung, ist aber etwas weniger "rollig" als der Niviuk Ikuma 3 oder der Advance Theta ULS.
(0) Die Rolldämpfung ist selbst ohne Winglets gut ausgeprägt
Fazit: Eine gute Mischung von Dämpfung und Flugspaß.
Packen:
(0) Das Packen erfordert keine besonderen Tricks. Die Nitinol-Stäbchen sitzen nur im Vorderflügel.
(+) Der Hiko P hat ein angenehm kleines Packmaß, zumal die Nitinol-Stäbchen in der Front kaum auftragen. Passt auch in kleinere Rucksäcke.
Fazit: Vom Packmaß her sehr gut für H&F-Abenteuer geeignet.
Qualität:
(+) Alle Stammleinen am unteren Ende sind mit einem zusätzlichen Schutzmantel überzogen.
(+) Die Diagonalrippen im Schirm sind als geteilte Fingerdiagonalen in Lastzugrichtung ausgeführt. Das reduziert potenziellen Verzug.
(0) Die Schmutzauslassöffnungen in den Außenflügeln fallen etwas klein aus.
(-) Die Floating-B-Ebene am Tragegurt weist keine extra Sicherung auf.
(-) Die Nitinol-Stäbchen sitzen ohne zusätzlichen Durchschlagschutz in der Front. Fällt der Schirm auf die Nase, könnte es leichter mal Schäden am Stoff geben.
Fazit: Insgesamt gut durchdacht mit hohem Standard. Der Pilot sollte sich einer gewissen Empfindlichkeit des Leichtschirms bewusst sein und z.B. die Front und die Floating-B Trageleine regelmäßig auf Abnutzungsspuren hin in Augenschein nehmen.
Gesamtfazit:
Mit dem Niviuk Hiko P liefert Niviuk einen sehr interessanten Wurf in der neuen Trendklasse der leistungsorientierten, leichten Mid-B-Schirme. Wie schon sein "großer Bruder", der Ikuma 3, glänzt der Hiko als williger Starter und feinfühliger Thermikflieger mit einer linear-exakten Steuerung. Gegenüber dem Ikuma wirkt er dank einer etwas reduzierten Rolligkeit sogar etwas gediegener, ohne dass man leistungsmäßig nennenswerte Einbußen in Kauf nehmen müsste. Die gut nutzbare BC-Steuerung gehört mit zum Besten, was man derzeit im B-Bereich findet. Der Charakter des Hiko P ist (ähnlich wie beim Theta ULS) schon nah an den "aktuellen" High-B. Wer nicht unbedingt 1-2 km/h mehr Topspeed zu brauchen glaubt, wird mit dem Hiko P gegenüber diesen im Alltag keine Nachteile empfinden. Wer nicht in Wettbewerbskategorien denkt, braucht im B-Bereich nicht mehr.
Im Vergleich zu direkten Konkurrenten wie dem Advance Theta ULS oder dem Phi Beat 2 würde ich den Hiko P zwischen diesen beiden einordnen: Etwas weniger knackig und agil auf den Bremsen als der Theta, vom Kappenfeedback wiederum etwas feinfühliger bzw. lebhafter als der Beat 2.
Zu neueren Vertretern wie dem Gin Bandit oder dem Ozone Vibe GT liegen mir aktuell noch keine Erfahrungen vor.
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14 Kommentare
Ich möchte aufgrund der Trimmproblematik auch keine Softlinks und hatte seinerseits Niviuk dazu kontaktiert. In dem Fall ging es um den Ikuma 3P. Niviuk führte den Umbau auf normale Leinenschlösser (Edelstahl Maillons) gegen einen geringen Aufpreis fabrikseitig durch und hat die übrigen Softlinks in einer Plastikhülle mitgeliefert. Das war überraschend unkompliziert.
AntwortenLöschenBitte keine anonymen Kommentare. In diesem Fall habe ich ihn ausnahmsweise freigeschaltet, weil es sich um nutzbare, nicht kontroverse Info handelt.
LöschenHallo Lucian,
AntwortenLöschenich muss Dir leider sagen, dass mir deine sehr sachlichen und differenzierten Tests beim Lesen bisher immer viel Freude bereitet haben. Da ich selber viel ausprobiere war es schön das eigene Urteile etwas eingeordnet zu bekommen. Das Lesen in dieser Form macht nicht wirklich Spass. Die technischen Spezifikationen kann ich auch leicht beim Hersteller abrufen. Deine persönlichen "subjektiven" Eindrücke waren mir immer wichtig. Die kommen mir jetzt irgendwie zu kurz. Wenn es nach mir geht schreib bitte deine Testberichte in der gewohnten und geschätzten Art und Weise wie früher weiter. Danke.
Ich kann mich dir voll anschließen. Das lesen macht keinen Spaß.
LöschenFinde die Textvariante schöner zum lesen, aber die Stichpunkte besser als Überblick - geht vielleicht beides? Danke für den Test (und die aktuellen Forschung Aktuell Meldungen)
LöschenDa bin ich bei Heinz und Jürgen: diese Listenform finde ich vor allem anstrengend und keinen Gewinn. Ich sehe keinen Grund, Deine differenzierten Texte anders zu gestalten, als bisher.
LöschenIch kann beiden Formaten etwas abgewinnen, demnach helfe ich hier leider nicht weiter.
AntwortenLöschenDer Hiko P war bei mir ja auch in der näheren Auswahl. Genau mit den anderen Schirmen, die hier regelmäßig erwähnt werden (Phi Beat 2 liegt und Advance Theta). Am Ende wurde es doch der Arak Air. Entscheidungshilfe war ein Sonderangebot.
@Lucian: Du hast aber sonst immer die Schirme in einer Nummer kleiner getestet, oder?
Es ist nicht immer ganz leicht, die verschiedenen Größen zu vergleichen, weil sie von den Herstellern nicht einheitlich benannt werden. Aber auch beim Test des Beat 2 und des Theta ULS lag ich wie beim Hiko jeweils mittig im vom Hersteller empfohlenen Gewichtsbereich. Und in allen Fällen funktionierten die Schirme da sehr gut.
LöschenDeine neue Bewertungsform mit + 0 - ist für mein Empfinden etwas verwirrend trotz dem erklärenden Text zu der jeweiligen Bewertung. M.E. gibt es einfach zuviel (falschen) Interpretationsraum und ich persönlich fühle mich mit einem längeren, erklärenden Text besser informiert.
AntwortenLöschenZum HIKO-P Test darf ich dir in den meisten Punkten einfach zustimmen, ibs. dem Vergleich zwischen älteren High-B´s und den jetzigen "Performance" Mid-B´s.
Das Startverhalten ins superb und es macht einfach nur Spaß den Schirm bei schwächstem Wind mit einem kleinen Zug an den mittleren A´s in die Luft zu bringen. Das Steigverhalten ist (bei mittiger Beladung) super und es macht richtige Freude eine Thermik in all ihren Nuancen mit dem Schirm zu lesen.
Leistungsmäßig im Bezug auf den Speed beim Gleiten ist der Hiko dem Ikuma 3 nur marginalst unterlegen wie ich die Tage auf einer längeren Gleitstrecke feststellen durfte.
Die B-C Steuerung kenne ich noch von meinem alten Nexus ist dieser aber um Welten überlegen was Steuermöglichkeiten und Krafteinsatz anbelangt.
Landen ist easy und der Hiko taucht auch bei stärkeren Kurven in der Landephase nicht zu stark ab was ich gerade bei engräumigen und Hindernissverseuchten Außenlandeplätzen zu schätzen weiß.
Für Piloten die einen leistungsfähigen B-Schirm mit einem sehr angenehmen Flugverhalten suchen ist der Hiko ganz sicher eine sehr gute Alternative auf dem Markt. Für Aufsteigern aus dem A-Segment die noch nicht über eine längere Flugerfahrung verfügen und/oder einen "ruhigen" Schirm suchen sollten aber erst einmal einen ausführlichen Testflug bei thermischen Bedingungen durchführen um die richtige Wahl für sich zu treffen.
Vielen Dank für den Testbericht.
AntwortenLöschenMir gefällt das neue Format ganz gut, sind ja dieselben Infos, einfach strukturierter.
Ich habe viele Flugstunden mit dem Theta (knapp unter der Mitte des Gewichtsbereichs) und einige mit dem Hiko P (etwas über der Mitte des Gewichtbereichs).
Ich kann das Meiste bestätigen, was du im Testbericht schreibst.
Ähnliche Leistung, fühlt sich aber anders an.
Der Theta hat "weiche Ohren", die in turbulenter Luft trotz aktiven Fliegens des Öftern klappen (ich habe mehrere Kollegen, die exakt dieselben Erfahrungen gemacht haben).
Der Theta hat zudem beschleunigt die Tendenz zu rollen.
Anderes als du empfand ich die Bewegung im Segel: im Vergleich zum Theta arbeitet Hiko P Flügel deutlich mehr in sich und gibt mehr Feedback, will aktiv geflogen werden.
Werde den Theta verkaufen, bin mittlerweile überzeugt, dass man den am obersten Ende des Gewichtsbereichs fliegen sollte (mit der nächst kleineren Grösse wäre ich aber ausserhalb des zertifizierten Bereichs)
Wie immer super Test, sehr akkurat. Das neue Format finde ich super. Ergänzung zur Agilität; Nur zwischen 22 und 26 ist schon ein krasser Unterschied. Der 22er empfand ich als extrem agil bei meinen Vergleichsflügen von letzten Samstag.
AntwortenLöschenDer Hiko P wie auch die meisten andern Niviuk Schirme haben ganz wenig Reflex drin im Profil. Merkt man gut wenn man den Schirm beim Groundhandling überschiessen lässt, er kann "relativ" weit nach vorne ohne zu klappen im Vergleich zu anderen B-Schirmen...
Hallo Lucian, Danke sehr für deinen Testbericht. Schliesse an Bei Marc seinen Erfahrung mit der neue Darstellung. Die 'alte' Art und Weise der Testberichten finde ich allerdings auch ok!. Off-topic: Wass mich wundert ist dass Advance bei die B's, (noch immer) 2m2 mehr ausgelegte Fläche 'baut' als die meiste andere Hersteller. Ich habe mich gewundert aus welchen Grund und ob und wie das Merkbar ist beim (turbulente) Thermikbedingungen.
AntwortenLöschenCarla. Ich kann deine Aussage nicht nachvollziehen, dass Advance größere B-Schirme baut. Beim Vergleich von Hiko und Theta ULS z.B. liegt die Fläche, bezogen auf ähnliche Gewichtsbereiche, in ganz ähnlichem Rahmen.
LöschenIch empfang den Schirm beim Groundhandling sehr passend zu mir und würde mich über Erfahrungen zu der "normalen" Version interessieren, die etwas schwerer ist.
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