Aaron Durogati ist in Norwegen innerhalb von 24 Stunden mehr als 19.000 Höhenmeter bergauf gelaufen und wieder hinabgeflogen.
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| Aaron Durogati bei einem Start am Slogen. // Foto: Daniele Molineris / Red Bull Content Pool |
18 Aufstiege, 18 Starts, 18 Landungen. Immer wieder rauf und runter. Bis der Körper schmerzt und der Kopf kämpft. So hat Aaron Durogati, der Sieger der letztjährigen Redbull X-Alps, einen neuen Weltrekord in der nirgendwo genau reglementierten Kategorie des 24 Stunden Hike and Fly aufgestellt. All das geschah am 7. und 8. Juni.
Natürlich lief nicht alles glatt. „Schon nach 4.000 bis 5.000 Höhenmetern war ich richtig müde", so Durogati. „Vor allem, wenn ich daran dachte, dass noch 20 Stunden vor mir lagen." In der Nacht kamen Regenschauer dazu, die Sicht wurde schlechter, die Beine schwerer. Fokus, Struktur und sein Team brachten ihn hindurch. „Ich habe versucht, jeden Aufstieg in kleine Einheiten aufzuteilen und so präzise und schnell wie möglich zu fliegen. Aber ohne die Unterstützung meiner Crew hätte ich das nicht geschafft."
Als Location wählte Durogati einen besonderen Berg in Norwegen, den Slogen. Dieser erhebt sich fast direkt aus einem Fjord, also Meereshöhe, auf über 1.500 Meter – mit einer nutzbaren Höhendifferenz von rund 1.080 Metern pro Runde. Die Route misst nur 2,57 Kilometer, bietet aber maximalen vertikalen Gewinn bei minimalem horizontalen Weg. Genau so etwas braucht man, wenn man Rekorde brechen will.
Hinzu kommt: Im norwegischen Mittsommer gibt es keine Dunkelheit, sondern auch nachts nur Dämmerung. 24 Stunden Helligkeit bedeuten 24 Stunden Flugfenster. Damit sind keine erzwungene Pause oder Tricks mit Sondererlaubnissen und Notams für Flüge im Dunkeln erforderlich.
Durogati hat sich nach eigenen Angaben fast ein dreiviertel Jahr darauf vorbereitet: Spezielles Ausdauertraining, eigens entwickelte, kleine Gleitschirme für den Abstieg sowie maßgeschneiderte Rucksäcke und Gurtzeuge.
Hinzu kommt: Im norwegischen Mittsommer gibt es keine Dunkelheit, sondern auch nachts nur Dämmerung. 24 Stunden Helligkeit bedeuten 24 Stunden Flugfenster. Damit sind keine erzwungene Pause oder Tricks mit Sondererlaubnissen und Notams für Flüge im Dunkeln erforderlich.
Durogati hat sich nach eigenen Angaben fast ein dreiviertel Jahr darauf vorbereitet: Spezielles Ausdauertraining, eigens entwickelte, kleine Gleitschirme für den Abstieg sowie maßgeschneiderte Rucksäcke und Gurtzeuge.
900 Höhenmeter pro Stunde
Die kolportierten Leistungsdaten sprechen für sich: Eine durchschnittliche Herzfrequenz von 118 bpm zeigt, dass er das Tempo bewusst im aeroben Bereich hielt. Im Maximum schlug sein Herz mit 158 bpm – trotz eines vertikalen Tempos von durchschnittlich 900 Höhenmeter pro Stunde. Sein berechneter Kalorienverbrauch erreichte über 10.000 kcal, wie es in einem Bericht auf der Redbull-Website heißt (Hinweis: Aaron ist Redbull-Athlet). Im Flug kam er auf Geschwindigkeiten bis 86 km/h, ganz nach der Devise: Schnell rauf, schnell runter.
Natürlich lief nicht alles glatt. „Schon nach 4.000 bis 5.000 Höhenmetern war ich richtig müde", so Durogati. „Vor allem, wenn ich daran dachte, dass noch 20 Stunden vor mir lagen." In der Nacht kamen Regenschauer dazu, die Sicht wurde schlechter, die Beine schwerer. Fokus, Struktur und sein Team brachten ihn hindurch. „Ich habe versucht, jeden Aufstieg in kleine Einheiten aufzuteilen und so präzise und schnell wie möglich zu fliegen. Aber ohne die Unterstützung meiner Crew hätte ich das nicht geschafft."
Am Ende übertraf Aaron Durogati den bisherigen Rekord des Franzosen Tanguy Renaud-Goud um satte 1880 Meter.
Historie der Rekorde
Jetzt stellt sich die Frage, wie lange auch diese Marke Bestand haben wird. Denn über die Jahre wurde der Hike-and-Fly Weltrekord immer weiter gesteigert und sogar mehr als verdoppelt. Hier ein kurzer historischer Rückblick:
- 2016: Neun Mal läuft Pascal Purin im Stubaital auf den Elfer und summiert 9540 Meter.
- 2018: Zehn Mal erklimmt Lukas Hofer den Kronplatz und kommt so auf 13.040 Meter.
- 2021: Tanguy Renaud-Goud sammelt am Grand Serre bei Taillefer in Frankreich 13.390 Meter an einem Tag.
- 2022: Andy Symonds kommt am Grand Serre auf 16.976 Meter. Der britische Trailrunner ist der Erste, der für den Rekord auch nachts fliegt – in einem eigens per Notam dafür eingerichteten Luftraum.
- 2024: Wieder Tanguy Renaud-Goud. Diesmal erklimmt er 22 Mal den Berg Le Criou bei Samoens und hat am Ende 17.543 Höhenmeter auf der Uhr. Auch er fliegt nachts mit Sondererlaubnis.
- 2026: Aaron Durogati sammelt 19.424 Meter am Slogen in Norwegen. Aktueller Weltrekord

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