Der Pump-Sack geht um

Karpofly-Gurtzeuge besitzen einen aufblasbaren Protektor. Man kann ihn mit dem Mund aufpusten, doch das wird auf Dauer unappetitlich. Ein Pump-Sack tut hier gute Dienste.

Aufpumpen des Protektors eines Karpofly-Gurtzeuges mit Hilfe
eines Pump-Sackes für Leichtluftmatratzen.
Dieser Post ist ein Tipp für Besitzer eines Karpofly-Gurtzeuges: Wenn man den Protektor stets mit dem Mund aufbläst, sorgt die Feuchtigkeit und die Keimbelastung der eigenen Atemluft für einen ordentlichen Nährboden für Pilze und Mikroben.

Nach einiger Zeit ist allein der Schlauch von innen mit einem schwarzen Geflecht überzogen – und man mag sich gar nicht vorstellen, wie es im Inneren des Protektors aussehen mag. Zwangsläufig stellt man sich als Nutzer die Frage, inwieweit es der eigenen Gesundheit schaden könnte, wenn einem beim Aufpumpen immer auch etwas sporen-belastete Luft aus dem Schlauch zurück in den Mund gedrückt wird?

Es gibt Karpofly-Nutzer, die führen aus diesem Grund extra eine kleine Handpumpe aus Plastik im Gurtzeug mit. Es gibt aber eine simplere Lösung. Im Outdoor-Handel sind aufblasbare Isomatten (Luftmatrazen) wie z.B. die ThermaRest NeoAir erhältlich, deren Ventile ganz ähnliche Dimensionen besitzen wie die der Karpofly-Protektoren. Und für diese Luftmatratzen gibt es wiederum extra Säcke aus Ripstop-Nylon, die auf simple Weise als Pumpe dienen (einfach im Internet suchen nach "NeoAir Pump Sack").

Das Ventil des Karpofly-Protektors passt gut in den
entsprechenden Luftauslass des Pump-Sacks.
Oben ist so ein Sack offen, unten besitzt er einen Adapter aus Weich-PVC, der einfach über das Mundstück des Ventils gestülpt werden kann. Lässt man den Wind in den Sack blasen und rollt ihn dann von oben zusammen, so kann man die darin gefangene Luft einfach umpumpen.

Zwei bis drei Sackfüllungen reichen aus, um einen Karpofly-Protektor zu füllen. Das geht nicht nur hygienischer, sondern auch deutlich schneller als wenn man die eigene Lunge dafür einsetzen müsste.

So ein Pump-Sack ist klein zusammenfaltbar und wiegt nicht viel. Wenn man will, kann man ihn sogar multifunktional einsetzen: Von seinen Dimensionen her taugt er (zumindest bei den meisten Leichtschirmen) auch als Innenpacksack. Legt man ihn beim Packen flach innen an den Rücken des Rucksackes, so wird daraus eine Sperrschicht, die bei der Wanderung zum Startplatz verhindert, dass der Pilotenschweiß bis zum Schirm durchsickern kann.

Der einzige Nachteil: So ein Sack kostet im Handel zwischen 20 und 30 Euro, was angesichts des Materialwerts nicht gerechtfertigt erscheint. Wer den Pump-Sack als Karpofly-Nutzer aber einmal eingesetzt hat, wird ihn nicht mehr missen wollen.

Das Gurtzeug Range X-Alps 2 von Skywalk besitzt übrigens auch einen aufblasbaren Protektor. Bei diesem Modell gehört der Pumpsack aber schon zur Grundausstattung dazu. Vielleicht sollte sich Karpofly daran ein Beispiel nehmen...

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3 Kommentare:

nullpointer hat gesagt…

Der Vorteil vom Pumpsack ist außerdem, dass man keine feuchte Luft zum Aufblasen benutzt und sich dadurch erst gar kein Schimmel im Sack/Schlauch bilden wird.

Klaus hat gesagt…

Das leichte Liegegurtzeug XAlps 2 von Skywalk ist da ja schon einen Schritt weiter: Auch schon ein halbes Jahr am Markt - ist ein Pumpsack zum Aufblasen standardmäßig dabei. Das funktioniert in der Praxis richtig gut, der Sack dient auch gleichzeitig als Gurtzeug-Packsack.

S5Flyer hat gesagt…

(auch mit KarpoFly)
Als Alternative zum "NeoAir Pump-Sack" gibt es den "Fluxbag": fast doppelt so gross, dafür etwas günstiger (ev. muss das Anschlussventil angepasst werden).
Eine weitere Alternative ist die "NeoAir Mini Pump": mit 2 AAA Batterien betrieben, noch teurer.
Oder Produkte aus China von AliBaba, zB. "Flextail Max Pump". Qualität, Preis, Lieferung: Keine Ahnung...