Vogelschutz im Open-Air-Format

In manchen Fluggebieten sind Schutzzonen für Vögel und andere Tiere zu beachten. Die Website Openairschutzzonen.de stellt entsprechende Luftraumdaten bereit.

Hangsoaring mitten in der Uhu-Schutzzone am Brauneck. Mit passenden
Luftraumdaten im GPS wäre das vielleicht nicht passiert.
// Quelle: H-G Schober
Die räumlichen Definitionen von lokalen Vogel- und anderen Tierschutzzonen stehen häufig irgendwo auf dem Papier. Doch viele Piloten nehmen davon kaum Notiz, wenn sie in die Luft gehen – weil sie sich nicht intensiv mit allen lokalen Besonderheiten auseinandersetzen.

So kommt es häufiger zu Verletzungen solcher Schutzgebiete, was zu Problemen mit den Naturschutzbehörden führen kann. Dort geraten die Gleitschirmflieger wegen solcher Missachtungen schnell einmal in Verruf.

Hans-Georg Schober aus Pforzheim will dieses Dilemma lindern oder gar lösen helfen. Seine Idee: Da heute die meisten Piloten mit GPS-Geräten herumfliegen, die auch Lufträume darstellen können, wäre es doch sinnvoll, solche Schutzzonen direkt in die Luftraumdaten zu integrieren. So würden Piloten im Flug von ihrem Instrument angezeigt bekommen, wenn sie sich einer Schutzzone nähern.

Allerdings müssten dafür die allgemeinen Luftraumdaten mit passend formatierten Schutzzonendaten ergänzt werden. Hans-Georg Schober hat dafür nun eine eigene Website gestartet. Unter www.openairschutzzonen.de bietet er die entsprechenden Dateien im Open-Air- sowie im kmz-Format (zur Darstellung in Google Earth) zum Download an.

Bisher ist die Sammlung noch klein: Eine Uhu-Schutzzone am Brauneck, eine Wanderfalken- und eine Auerhahn-Schutzzone am Kandel und eine Wanderfalken-Schutzzone im Fluggebiet Utzenfluh stehen zur Auswahl. Doch das Angebot soll wachsen. Auf der Website ist ein Formular verfügbar, über das Gleitschirmclubs passende Angaben zu ihren lokalen Schutzzonen einreichen können, damit sie ebenfalls dort eingestellt werden.

Vielleicht wird aus dieser Initiative sogar ein noch größerer Wurf. Das wäre der Fall, wenn die gesammelten Daten der Schutzzonen direkt auch an allgemein genutzte Luftraumdatenbanken wie die von XContest weitergeleitet würden. Da einige moderne Varios wie z.B. manche Skytraxx-Geräte ihre Luftrauminfos automatisch aus den Airspace-Datensätzen des XContest generieren, würden die enthaltenen Schutzzonen direkt für eine größeren Zahl von Piloten sichtbar.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Schon witzig. Auf dem bewohnten Balkon habe ich Nester, in der Garage auch und wenige hundert Meter weiter nisten Rotmilane. Am Startplatz der ein Wanderhotspot ist wohnt ein prächtiger Auerhahn. Ich denke man kann mit den Tieren... Jeder Grüne der was anderes behauptet bewegt sich m.M.n. nur am WE in der Natur. Ich wo dort lebe sehe keinerlei Einschränkungen. Die Vögel mit denen ich aufdrehe hauen seltenst ab.

Ein Jäger, aber kein Grüner hat gesagt…

Wer seinen eigenen Beobachtungen mehr Wert beimisst als objektiver Wissenschaft obwohl sie nur anekdotische Evidenz sind, ist eigentlich nicht geeignet sich zu solchen Themen fachlich zu äußern.

Anonym hat gesagt…

Komme aus ner Jägerfamilie. Die haben eben auch ihren eigenen Fokus. Auf der einen Seite sind Wildschäden der Hauptgrund für die Jagt , auf der anderen Seite ist alles schlecht was die Jagd gefährdet. Sei es durch Wolf oder Verdrängung durch den Menschen, das ist dann auch ein Problem. Genauso wie jeder ein Problem zu sein scheint der sich in der Wildnis aufhält und nicht am Ranger geführten Programm teilnimmt. Sind wir ehrlich in dem Moment wo der Staat im großen Stil Gebiete hergibt und erschließt sind wir egal.